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Ertrunkene Frau aus dem „blu“ war Polizistin

Tod im Schwimmbad Ertrunkene Frau aus dem „blu“ war Polizistin

Die Brandenburger Polizei trauert um eine junge Kollegin: Die Frau, die im Potsdamer Schwimmbad „blu“ ums Leben gekommen ist, hat bei der Polizei gearbeitet. Die 39-Jährige hinterlässt einen Mann und zwei Kinder. Für die Brandenburger Polizei ist es der zweite Trauerfall binnen kurzer Zeit.

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Im „blu“ ist eine Frau ertrunken; sie war Polizistin.

Quelle: Bernd Gartenschläger

Potsdam. Die am 2. November im Potsdamer Sport- und Freizeitbad „blu“ gestorbene Frau war Polizistin. Das hat Polizeisprecher Torsten Herbst am Freitagnachmittag auf MAZ-Anfrage bestätigt. Im Polizeipräsidium trauere man um eine Mitarbeiterin, die sich die Achtung und Anerkennung der Kollegen erworben hatte. Die 39-jährige Potsdamer Stabsmitarbeiterin hinterlässt einen Ehemann und zwei Kinder. Sie arbeitete in der Landeshauptstadt, wohnte dort aber nicht.

Externe Gutachter sollen Hergang des Unglücks aufklären

Der Vorfall und die Besuchervorwürfe unterlassener Hilfeleistung durch das Badpersonal werden jetzt durch die Polizei und externe Gutachter überprüft. Die zum Stadtwerke-Konzern gehörende Bäderlandschaft Potsdam GmbH habe eine umfassende Untersuchung eingeleitet und dafür externe Anwälte hinzugezogen, sagte Pressesprecher Stefan Klotz. Ziel sei es, „so exakt wie möglich zu rekonstruieren, wie die Bergung der inzwischen verstorbenen Frau vonstattenging. Dafür werden die Anwälte mit Zeugen sprechen“ und eng mit den Behörden zusammenarbeiten. Abhängig vom Ergebnis der Untersuchung werde die Bäderlandschaft Potsdam GmbH über mögliche Konsequenzen entscheiden. Das Unternehmen werde die Öffentlichkeit über das Ergebnis selbstverständlich informieren und habe „allergrößtes Interesse an Transparenz über den Hergang“.

Frau ging offenbar wortlos unter

Die augenscheinlich trainierte Frau war beim Bahnenschwimmen offenbar wortlos und ohne Hilferufe untergegangen. Zwei privat anwesende Rettungssanitäter konnten sie zwar wiederbeleben; sie starb aber später im Krankenhaus. Die Bademeister sollen den Hinweis eines jungen Mitarbeiters, eine Person sei unter Wasser, nicht ernst genommen haben, erklärten Augenzeugen. Das Personal sei überfordert gewesen und habe die Rettung den beiden Sanitätern überlassen. Man habe die Badegäste nicht aus dem Wasser geholt und hingenommen, dass auch zahlreiche Kinder das Geschehen beobachteten. Die Stadtwerke haben alle Vorwürfe der Überforderung bislang zurückgewiesen.

Auch in Oranienburg ist eine Polizistin ums Leben gekommen

In Oranienburg war am Dienstag dieser Woche eine 27-jährige Polizistin verunglückt, die am Morgen um 5.25 Uhr mit ihrer Vespa auf dem Weg zum Dienst war, als sie auf der Germendorfer Allee mit einem entgegenkommenden Auto zusammenstieß, das einen Linienbus überholte. Der 47-jährige Fahrer hatte bei stark nebeligem, nasskalten Wetter nach dem Überholvorgang nicht mehr rechtzeitig auf seine Fahrspur wechseln können, so dass er frontal mit der 27-Jährigen kollidierte. Die junge Frau verstarb wenige Stunden später im Berliner Unfallkrankenhaus Marzahn an ihren schweren Verletzungen.

Von Rainer Schüler

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