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Stern-Center wird nicht erweitert

Verzicht auf neue Läden Stern-Center wird nicht erweitert

Das Potsdamer Stern-Center wird keine zusätzlichen Läden bekommen. Eine Erweiterung des Shopping-Centers ist jetzt abgesagt worden. Ein Grund ist, dass ein wichtiger Laden-Kandidat überraschend einen Rückzug gemacht hat. Beim Center scheint man aber nicht unglücklich über die ausbleibende Erweiterung.

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Beliebtes Einkaufsziel: das Stern-Center.

Quelle: MAZ

Stern. Die geplante Erweiterung des Stern-Centers ist abgeblasen. Es werde keine zusätzlichen Einzelhandelsflächen geben, teilten die Potsdamer Stadtverwaltung und die ECE-Gruppe als Center-Betreiber am Montag mit. Das Verfahren zur Änderung des Bebauungsplans, mit dem eine Flächenerweiterung um 9630 Quadratmeter machbar gewesen wäre, wird laut Stadtplanungschef Andreas Goetzmann eingestellt. Die kleinste von drei Erweiterungsoptionen war 2012 von den Stadtverordneten beschlossen worden. Geplant waren Neubauten auf Parkplatz-Flächen links und rechts des Stern-Centers sowie eine teilweise Überdachung des Parkdecks in der 1. Etage. Damit sollten wesentlich mehr Läden untergebracht werden. Das Center-Management wollte für den Umbau 40 Millionen Euro ausgeben. Jetzt sollen „nur“ noch 10 bis 15 Millionen Euro in die Modernisierung des Einkaufstempels investiert werden, hieß es am Montag bei einem Pressetermin im Rathaus. Der Mieter- und Ladenmix solle „optimiert“ und die Aufenthaltsqualität erhöht werden, sagte der für Handelsflächen zuständige Verwaltungsbereichsleiter Eric Wolfram. Er könne sich vorstellen, dass der Gastronomie mehr Bedeutung gegeben wird; hier hatte es die Erweiterungen im Obergeschoss über dem Kreuz der beiden Ladenpassagen geben sollen. Wolfram hält auch eine Umnutzung von Lagerflächen zu Verkaufsflächen für denkbar. Die Umbauarbeiten starten im kommenden Jahr und werden 2017 beendet sein.

Das Stern-Center

Eröffnet wurde das Stern-Center am 24. Oktober 1996. Alle 15 Jahre stehen in solchen Shopping-Malls grundlegende Erneuerungen an; diese Frist ist vorbei.

Betreiber des Centers ist die ECE-Gruppe , die zum Otto-Konzern gehört.

Das Center hat eine Verkaufsfläche von 35.000 Quadratmetern.

Auf der einzigen Verkaufsebene im Erdgeschoss gibt es 85 Läden. Zur Verfügung stehen 2100 Parkplätze.

Knapp 25.000 Kunden kommen täglich. Im Kerneinzugsgebiet von maximal 5 Minuten Weg leben 54.000 Menschen, im Bereich bis 15 Minuten 290.000 und im Gebiet bis 30 Minuten fast 450.000. Aus dem Kreis von 30 bis 45 Minuten kommen 137.000 hinzu, weitere 60.000, die länger als 45 Minuten zum Center brauchen.

Sporthändler zieht nicht ins Stern-Center

Hauptgrund des Planungsstopps ist die Absage des französischen Sportartikelherstellers und -händlers Decathlon, der im Discountbereich arbeitet. Der Konzern hatte 4000 Quadratmeter Verkaufsfläche für sich am Stern-Center gefordert und hätte sie in einem zweistöckigen Neubau neben dem Center auch bekommen. Doch Berlin war schneller: Hier öffnete die Kette am 19. Juni ihre erst dritte Filiale in Ostdeutschland; deutschlandweit sind es sieben mal mehr. „Das wäre sowieso keine Liebesheirat gewesen“, sagte Andreas Goetzmann: „Von beiden Seiten nicht.“ Das Stern-Center orientiere sich seit Jahren immer stärker auf ein gehobeneres Warensortiment und eine größere Verweildauer der Kundschaft im Haus. Dazu passe Decathlon nicht.

Nach dem Ausstieg der Franzosen habe man weiter die Erweiterung im Obergeschoss diskutiert, sagt Wolfram, doch hätten die dazu nötigen Umbauten etwa bei Rolltreppen und Fahrstühlen nicht dem erforderlichen Nutzen gebracht. Die Investition lasse sich nicht wirtschaftlich darstellen.

Von Rainer Schüler

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