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Es fehlt nicht viel bis zur Rollstuhlschaukel

MAZ-Weihnachtsaktion in Potsdam Es fehlt nicht viel bis zur Rollstuhlschaukel

Der Oberlin-Verein darf sich freuen: Er kommt seinem Ziel schon sehr, sehr nah, eine Rollstuhlschaukel für schwermehrfachbehinderte Patienten bauen zu lassen und den Sinnesgarten damit zu komplettieren. Bei der MAZ-Weihnachtsaktion klingelte es wieder im Spendensäckel. Tolle Sache! Und wenn jetzt noch der Rest zusammenkommt...

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Dirk Heydemann (l.) und Bürgermeister Michael Grubert (M.) bei der Einweihung des Spielplatzes „Ameisengasse“ in Kleinmachnow.

Quelle: Foto: Privat

Nürnberg/Potsdam. Zufriedene Kinder und ihr Lachen sind immer das Schönste. Und Dirk Heydemann (53) kriegt beides ganz oft hin. Denn gemeinsam mit seinem Team von der Potsdamer Planungsgruppe „Grün der Zeit“ entwickelt und verwirklicht der 53-jährige gebürtige Sauerländer auch Spielplätze. Mehr als 50 sind es schon geworden. Gerade erst feierte Heydemann mit Teltower Kids die Einweihung eines Spielplatzes an der Nuthestraße.

„Die Kinder sind einfach der Mittelpunkt“, sagt der Garten- und Landschaftsarchitekt und Wirtschaftsingenieur, der bei seinen Planungen die Kinder mitentscheiden lässt. Das Vorhaben der Rollstuhlschaukel fürs Oberlinhaus findet er spannend. „Schön, dass Sie sich als MAZ für diese Aktion engagieren“, sagt Heydemann: „Auch wir haben schon so manche Freianlage für behinderte und bewegungseingeschränkte Menschen gestalten dürfen“. Gern würde man es auch einmal für das Oberlinhaus machen, so der Landschaftsarchitekt, der selbst Vater eines Sohnes ist. Aktuell hilft das Planungsbüro jetzt schon mal mit einer Spende von 100 Euro für die besondere Schaukel. Ansonsten bedenkt das Büro noch andere Projekte übers Jahr mit Spenden, wie Heydemann sagt. Er arbeitet seit 1990 in Potsdam und lebt seit 1992 mit seiner Frau Elsbeth hier. 1995 wurde er Mitglied der Brandenburgischen Architektenkammer und gehört ebenso zum Industrieclub Potsdam. Seine Diplomarbeit hat er übrigens über den Garten der Villa Schöningen an der Glienicker Brücke geschrieben. Dafür gab es sogar den Förderpreis der Deutschen Gartenbaugesellschaft 1822 e. V./Insel Mainau.

Aktuell sind im Büro „Grün der Zeit“ sechs Mitarbeiter beschäftigt, darunter vier Landschaftsarchitektinnen und zwei technische Zeichner. Zu ihren Tätigkeiten zählen Objektplanungen, Freianlagen mit den Schwerpunkten Kinder und Jugendliche, Spiel und Sport sowie Wohnen und Natur. In Potsdam ist die Planungsgruppe gerade dabei, sieben weitere Spielplätze für die Landeshauptstadt zu planen.

Terraplan-Geschäftsführer Erik Roßnagel machte 1200 Euro locker für die Rollstuhlschaukel von Oberlin

Terraplan-Geschäftsführer Erik Roßnagel machte 1200 Euro locker für die Rollstuhlschaukel von Oberlin.

Quelle: terraplan

„Mit zehn Prozent der Kosten, also 1200 Euro, würden wir uns beteiligen.“ Schnell, kurz und schnörkellos kam die Zusage der Bausanierungsfirma „Terraplan“ aus Nürnberg für die MAZ-Aktion: „Wir finden die Weihnachtsaktion eine wirklich tolle Idee, denn dadurch können wir hilfebedürftigen Kindern ein kleines Stück Lebensfreude schenken.“ Geschäftsführer Erik Roßnagel macht nicht gerne viele Worte, dabei ist er wer in Potsdam. Mehrere kleine und vor allem eine Reihe großer, beeindruckender Projekte hat seine Firma umgesetzt in dieser Stadt. Man fährt als Laie daran vorbei und weiß es nicht. Man sieht es nur von außen und erahnt das teils spektakuläre Innenleben nicht. Vor allem die „Roten Kasernen“ an der Nedlitzer haben es „in sich“. Das Chateau Palmeraie etwa, das ehemalige Kammer- und Bäckereigebäude mit der gewaltigen Skulpturengruppe auf dem Dach enthält einen Innenhof mit Palmen und die einstige Exerzierhalle unter dem modernen Namen „Les Arcs Lenné“ einen seitlich offenen, voll dachverglasten Innenhof. Grand Palais du Lion, Cour d’Equipage, L’Atelier Royal und Les Étables Royales bezeichnen weitere ehemalige Kasernengebäude, die heute superchicke Wohnungen beherbergen.

Am Leipziger Dreieck hat Terraplan alte Brauereigebäude zu Wohnungen umgebaut

Am Leipziger Dreieck hat Terraplan alte Brauereigebäude zu Wohnungen umgebaut.

Quelle: Rainer Schüler

Voraussichtlich Ende Januar 2016 werden die letzten Bauarbeiten für die so genannten Hofgärten am Brauhausberg beendet sein, der ehemaligen Brauerei der Gebrüder Hoffmann.

Außerdem werden das Palais Klingelhöffer an der Nedlitzer Straße als einstiger Kasernenbau und die Jute-Lofts am Zentrum Ost als früherer Industriebau restauriert. Der Baubeginn für das Palais de Gontard ist für nächstes Jahr geplant. Terraplan steht auch für die Sanierung der Hillerbrandtschen Häuser der Breiten Straße.

Seit 1971 ist das Familienunternehmen mit Sitz in Nürnberg als Initiator, Bauherr und Verwalter in der Immobilienbranche tätig. Es will Denkmale mit internationaler Bedeutung restaurieren und diese durch Umnutzung etwa zu Wohnraum für kommende Generationen erhalten. Wegen der hohen Zahl an Baudenkmalen und der Top-Lage hat Terraplan ihren Tätigkeitsschwerpunkt nach Potsdam und Berlin verlagert.

Spendenaktion kurz vor dem Ziel

12.000 Euro kostet nach Angaben des Oberlin-Vereins die Spezialschaukel, die von Patienten mitsamt Rollstuhl nutzbar ist. Auf 11.323,33 Euro ist das Spendenvolumen gestiegen.

Neben Terraplan und „Grün der Zeit“ haben gespendet: Susanne Köhler: 300 Euro; Wolfgang & Regina Enge: 20 Euro; Dietmar Hoffmann & Frau: 20 Euro.

Das Spendenkonto für die Rollstuhlschaukel im Sinnesgarten auf dem Oberlin-Campus:

Spendenkonto Oberlinstiftung

Evangelische Bank eG

IBAN: DE86 5206 0410 0008 0229 76

BIC: GENODEF1EK1

Stichwort: MAZ-Weihnachtsaktion

Spendenquittungen bekommt, wer Namen und Anschrift bei der Überweisung angibt.

Fragen , Anregungen, Geschichten bitte an die MAZ unter 0331/2840 280 oder potsdam-stadt@MAZ-online.de.

Von Claudia Krause und Rainer Schüler

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