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"Es ist mehr eine Skulptur"

Architekt Kristian Spencker über den Bad-Siegerentwurf "Es ist mehr eine Skulptur"

Der von der Jury erstplatzierte Entwurf stammt vom Architektenbüro "Gerkan, Marg und Partner" (gmp). Gmp-Mitarbeiter Kristian Spencker war gestern bei der Präsentation dabei.

Potsdam. MAZ: Im MAZ-Online-Voting, bei dem Leser über die drei Erstplatzierten abstimmen können, liegt Ihr Entwurf nur an dritter Stelle. Macht das nachdenklich?

Kristian Spencker: Wir leben in einer Demokratie. Wenn es Leute gibt, die andere Entwürfe schöner finden, dann kann ich es ihnen nicht verbieten.

Es gibt viele Leute, die Ihren Bad-Entwuf als "Klotz" kritisierten. Was sagen Sie dazu?

Spencker: Dass ich die Leute bitten würde, sich den Entwurf genauer anzusehen und sich mit ihm über das erste Bild hinaus auseinanderzusetzen, so dass die Qualitäten erkennbar werden. Ohnehin halte ich von Online-Befragungen wenig, weil derjenige, der dort abstimmt, nur anhand eines einzigen Bildes informiert wird.

Dennoch: der Bau wirkt doch wirklich recht massiv.

Spencker: Es ist eine Auseinandersetzung mit Schwere und Leichtigkeit. Es ist weniger ein Block als eine Skulptur, die auf allen Seiten vielfache Einblicke in die Welt des Wassers gibt.

Warum ist Ihr Badentwurf in nächtliches Dunkel getaucht? Lässt es das Ganze interessanter wirken?

Spencker: Das ist nicht Nacht, sondern die "blaue Stunde" in der Dämmerung, weil wir dieses Zusammenspiel mit dem Brauhausberg noch besser herausarbeiten wollten. Bei unserem Bad-Entwurf bleibt der grüne Fuß des Berges ja für die Öffentlichkeit erhalten und wird nicht als Bad-Freifläche genutzt. Die Freiflächen befinden sich jetzt ausschließlich in Richtung Speicherstadt.

Sind die Grünflächen durch die Einsparung von einer Freifläche also insgesamt kleiner?

Spencker: Nein. Wir können Gesamtflächen ja nicht nach Gutdünken kleiner oder größer machen. Alles ist exakt vom Wettbewerbsauslober vorgegeben. Sogar die Anzahl der Spinde im Umkleidebereich.

Das Architektenbüro gmp zeichnet auch verantwortlich für den BER-Flughafen. Wird das Bad-Zieldatum Oktober 2016 also zu halten sein?

Spencker: Ja, wenn uns nicht wie beim Flughafen Steine in den Weg gelegt werden.

info Online-Umfrage zu den drei erstplatzierten Bad-Entwürfen auf www.MAZ-online.de/brauhausberg. Alle Entwürfe sind auch dem Facebook-Fotoalbum unter http://bit.ly/BraushausbergEntwuerfe.

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