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Potsdam Eulen in der Potsdamer Waldstadt
Lokales Potsdam Eulen in der Potsdamer Waldstadt
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10:46 27.09.2016
Uljana Scheremetjewa und OB Jann Jakobs (SPD). Quelle: B. Gartenschläger
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Die Farben in den Bildern von Uljana Scheremetjewa sind so leuchtend, als ob hinter der Leinwand eine Kerze stünde. Von den Motiven geht eine intensive Strahlkraft aus. „Wenn es etwas Helles im Bild gibt, dann bringt es den Menschen auch etwas Helles – sie sind weniger aggressiv.“ Uljana Scheremetjewa spricht leise und sehr gewählt. Und sie wirkt, als würde sie sich nie mit dem Offensichtlichen zufrieden geben, sondern immer neugierig auf den Kern der Dinge, die sie darstellt.

Oft muss man bei ihr auch ein bisschen um die Ecke denken: Was haben zum Beispiel die Eulen in dem Bild mit dem Titel „Literaturwerkstatt Waldstadt“ zu suchen? Vermutlich geht es um die reale Ebene – den Wald, dem der Stadtteil seinen Namen verdankt – und um das Symbolische: Die Eule stand immer für Weisheit. Künstlerisch kann Uljana Scheremetjewa einiges vorweisen. Ihre Bilder waren schon in Russland, Israel und mehreren Städten Deutschlands zu sehen. „Planet Potsdam“ heißt die Ausstellung, die gestern im ersten Stock des Rathauses im Flur vor dem OB-Büro eröffnet wurde. Vor vielen Jahren war dieser „Planet“ noch sehr fremd für Uljana Scheremetjewa. Kurz nach Abschluss ihrer Kunststudien in Leningrad und Moskau im Jahre 1993 war sie nach Deutschland emigriert. Seitdem lebt sie in Potsdam. Auf originelle Art spiegeln ihre Bilder das Multikulturelle der Stadt, ihre Vielfalt der Traditionen und Konfessionen wider. Die religiösen Inspirationen reichen vom Judentum – so wird das biblische Hohelied Salomos aufgegriffen – bis zum Buddhismus. Bei der Ausstellungseröffnung im Beisein von Oberbürgermeister Jann Jakobs (SPD) fand die Künstlerin bewegende Worte. In fast poetischer Weise schilderte sie den Stellenwert, den die Stadt Potsdam mit ihrer reichen kulturellen Geschichte für sie hat.

Dass gestern auch noch eine japanische Künstlerin – Noriko Seki, die seit 2004 in Potsdam lebt – die Vernissage musikalisch mit dem Akkordeon umrahmte, machte die Veranstaltung vollends rund. Schließlich läuft derzeit die Interkulturelle Woche. „Die Interkulturelle Woche findet in diesen Tagen bundesweit in mehr als 500 Städten unter dem Motto ,Vielfalt. Das Beste gegen Einfalt‘ statt“, erklärte Jakobs: „Ich bin stolz darauf, dass sich Potsdam schon seit 1991 an der Mitgestaltung dieser besonderen Woche beteiligt.“

Immerhin beteiligen sich in diesem Jahr 24 Initiativen an dem Programm. So findet beispielsweise heute von 15.30 bis 22.30 Uhr im Thalia-Kino ein Filmtag zum Thema „Der lange Schatten von Sklaverei und Rassismus“ statt. Am Mittwoch geht es unter anderem in der Zweigbibliothek Waldstadt ab 10 Uhr zur Fantasiereise für Schüler der ersten bis vierten Klasse. Ziel der Reise sind die Menschen in Togo und der Alltag der dort lebenden gleichaltrigen Kinder. Am Donnerstag lädt die Flüchtlingshilfe Babelsberg in der AWO-Unterkunft am Brauhausberg von 15 bis 18 Uhr zur Offenen Fahrradwerkstatt ein.

Die Ausstellung im Rathaus ist noch bis 3. November zu sehen.

Von Ildiko Röd

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