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Europas kunterbunte Sterne

In den Bahnhofspassagen sind die Bilder des 3. Europa-Malwettbewerbs zu sehen Europas kunterbunte Sterne

Europa „in Vielfalt geeint! . . . aber wie?“ – mit dieser Frage haben sich 186 Kinder beschäftigt, die ihre Bilder zum dritten Europa-Malwettbewerb eingeschickt haben.

Noch bis zum Sonnabend sind die Kunstwerke in den Bahnhofspassagen zu sehen – zumindest die prämierten unter ihnen.

Bei der gestrigen Eröffnung tobten viele Kinder um die Stellwände, in den Händen blaue Luftballons mit den zwölf Europa-Sternen darauf. Ausgeschrieben wird der Wettbewerb von „Europe Direct Potsdam“. Dort können sich Interessierte über Europa und die EU informieren. „Das eigentliche Europa sind die Bürger und das seid ihr“, begrüßte Leiterin Ines Friedrich die Schüler. Deren Teilnahme am Wettbewerb sei eine ganz wichtige Aktion. „Lernt die Sprachen, erschließt euch Europa“, sagte Friedrich. Unter den weißen Stehtischen lagen die Geschenktüten für die Preisträger, anfangs noch zugedeckt – mit der Europaflagge.

Bei der Vergabe der Urkunden stolperten die meisten Kinder etwas schüchtern unter den stolzen Blicken der Verwandten und Lehrer nach vorne. Ausgezeichnet wird in den Kategorien „Klasse 1–4“, „Klasse 5–9“ und „Gruppenarbeit“. Wolfgang Balint von der Europaabteilung des Wirtschaftsministeriums überreichte den Kindern außerdem noch eine gelb-rote Rose. „Ich finde es ganz toll, dass ihr so engagiert mitgemacht habe und euch mit Europa beschäftigt.“

Zum ersten Mal dabei sind diesmal „Europa Direct Frankfurt (Oder)“ und die Potsdamer Kunstgenossen. Viviane Schnurbusch, Vorsitzende der Kunstgenossen, versammelte die Gruppe vor dem Bild Lea Hartmanns, das den ersten Preis gemacht hat. In der Mitte halten zwei Kinder ein Plakat, auf dem ein rotes Herz von den zwölf Sternen der Europaflagge gesäumt wird. „Es ist egal wie du aussiehst“, steht unten in bunten Lettern und mit dickem Ausrufezeichen geschrieben. „Ihr seid europäische Sterne, ihr seid Europas Zukunft“, sagte Schnurbusch, „unser Herz schlägt für Europa“. Die zehnjährige Lea geht in die vierte Klasse der Heinersdorfer Grundschule. Sie hat zum ersten Mal beim Malwettbewerb mitgemacht. In ihre Gewinner-Tüte hat sie auch schon einen Blick geworfen. „Bis jetzt habe ich aber nur eine Frisbeescheibe gesehen“, sagte sie.

Einen Sonderpreis bekam die Potsdamerin Anne-Lena Werner. Die Sechstklässlerin hatte als einzige privat etwas eingesendet, normalerweise nehmen nur Schüler aus Schulen teil, in denen dafür geworben wurde. „Wir wollen, dass das Thema Europa in die Schulen kommt“, sagte Friedrich, „mit den Ergebnissen möchten wir dann auch die Öffentlichkeit erreichen.“

Die Teilnehmerzahl sei dieses Mal besonders hoch gewesen. In einer Turnhalle waren alle Bilder ausgebreitet, als die Jury ihre Entscheidungen getroffen hat. Die Juroren sind Vertreter der Brandenburger Europaabgeordneten und Kunstsachverständige.

Am häufigsten zu sehen auf den kunterbunten Bildern sind die vielen Fahnen der europäischen Länder. Auch die „Vielfalt“ des Mottos haben die Kinder gut umgesetzt, viele Kinder haben Rollstuhlfahrer gemalt. (Von Sofia Dreisbach)

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