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Potsdam Silvester-Tanz über dem Feuerwerk
Lokales Potsdam Silvester-Tanz über dem Feuerwerk
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15:53 05.12.2018
Nirgendwo ist der Blick besser: Heiko Bengs bittet zur Silvesterparty in die 17. Etage des „Mercure“. Quelle: Varvara Smirnova
Innenstadt

Potsdams höchste Party ist zurück! Zwar nur für eine einzige Nacht. Die soll aber eine besonders rauschende werden: Silvester!

Heiko Bengs, Ex-Fußballspieler des SV Babelsberg 03 und nun erfolgreicher Veranstalter und Gastgeber, hat es geschafft, die legendäre 17. Etage des Hotels „Mercure“ zu buchen – nicht für eine Konferenz, nicht für einen Kongress oder Workshop, sondern für ein glamouröses Fest mit Bar, DJ und Tanzfläche. Mit der „Sky-Lounge“ ist ihm die große Ausnahme nach dem im April verkündeten Party-Aus gelungen. „Für den Jahreswechsel muss es schon etwas Besonderes sein“, sagt Heiko Bengs (45). „Nirgendwo hat man einen besseren Blick auf die Stadt und aufs Feuerwerk.“

Ein riesiges Erinnerungspanorama rankt sich um das Hotel

Die 17. Etage des Hotelriesen ist ein Sehnsuchtsort vieler Potsdamer: Zu DDR-Zeiten öffnete hier tagsüber das Café „Bellevue“, nachts schwoften internationale Hotelgäste übers Parkett. „Als Normalsterblicher hatte man so gut wie keine Chance, einen Platz zu ergattern“, sagt Heiko Bengs. „Ich hatte das Glück, hier oben als Kind mit meiner Mutti mal einen Kaffee trinken zu dürfen. Das war schon verrückt.“ Heiko Bengs’ Geschichte ist nur eine klitzekleine Facette im riesigen Erinnerungspanorama, das mit dem einstigen Interhotel verwoben ist. „Immer wieder erzählen mir Menschen, was sie in diesem Hotel erlebt haben“, sagt er. „Wie viele Lebensgeschichten mit diesem Haus verbunden sind – das ist einfach Wahnsinn! Die Menschen sind glücklich, wenn sie für einen schönen Abend hierher zurückkehren können.“

Oktoberfest, Beach-Party – immer wieder will Bengs Highlights setzen

Die Nostalgie sei aber nur ein Grund, weshalb er die Party unbedingt halten wolle. „Wir sind eine Landeshauptstadt! Das Nachtleben, gerade am Wochenende, müsste pulsieren. Aber Potsdams größtes Problem ist und bleibt die Nähe zu Berlin. – Berlin ist eine Weltstadt, die ohne Ende boomt. Dagegen kommt man kaum an.“ Umso wichtiger sei es, dranzubleiben, immer wieder Highlights zu setzen. „Potsdam braucht Leute, die den Mut haben, hier etwas auf die Beine zu stellen“, so Bengs, der die Silvesterparty zum dritten Mal veranstaltet und auch zum Oktoberfest in den Neuen Lustgarten und zur Beach Party ins Strandbad Templin einlädt.

Nur noch einige wenige Karten sind zu haben

Zum ersten Mal hieß es übrigens im September 2016 nach Jahren der Stille „In der 17. hat man noch Träume“. Damals folgten 1300 Potsdamer und Zugereiste der Offerte des unter anderem von der „Bar Fritz’n“ rekrutierten „Team 17“, um zu erleben, wie die 17. Etage für einen Tag und eine Nacht auflebte. Weil die Stadt Sicherheitsbedenken hegte, durften aber nur 150 Gäste zugleich hinauf – so ist es bis heute, was die Sky-Lounge exklusiver macht als ohnehin schon. Zu haben sind unter info@bengs-projekte.de noch nur einige wenige Karten für 179 Euro pro Person: Gertränke und Mitternachtspfannkuchen inklusive.

Vom Interhotel zum „Mercure“- 50 Jahre Gastlichkeit

Das „Mercure“ war das zehnte Interhotel der DDR. Es wurde ab 1966 prominent am Eingang zum Stadtzentrum gebaut und am 1. Mai 1969 eröffnet.

Im Dachgeschoss lud das Café Bellevue tagsüber zum Imbiss mit Weitblick ein; nachts wurde es zur höchsten Tanzbar der Stadt. Das Hotel beschäftigte 400 Mitarbeiter; heute sind es rund 80.

Seit der Wende wurde das Hotel mehrfach umgebaut. So schloss 1994 das Panoramacafé; 2002 wurden die Räume zur Konferenz- und Veranstaltungsetage umgestaltet.

Mit 430 Betten ist das Mercure nach Dorint- und Kongresshotel heute das drittgrößte Hotel Potsdams. Das höchste ist es unangefochten: Das Haus hat 17 Etagen und ist 62 Meter hoch. nf

Von Nadine Fabian

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