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Experten: Garnisonkirche wird viel teurer

Potsdam: Kritik am Finanzkonzept Experten: Garnisonkirche wird viel teurer

Die Kritiker des Wiederaufbaus der Garnisonkirche lassen nicht locker. Mit Berufung auf Experten geben sie an, dass der Bau des umstrittenen Gotteshauses und die jährlich notwendigen Rücklagen für die Instandhaltung mehr Geld verschlingen werden, als angegeben. Dies gehe auf Kosten der Kirchensteuerzahler.

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An dieser Stelle soll der Turm der Garnisonkirche wiederaufgebaut werden.

Quelle: dpa

Potsdam. Die Kritik am geplanten Wiederaufbau des Turms der Potsdamer Garnisonkirche reißt nicht ab. Das in der Öffentlichkeit kursierende Finanzkonzept für den Betrieb des Turms ab 2020 sei unrealistisch, erklärte die Bürgerinitiative „Potsdam ohne Garnisonkirche“ gestern unter Berufung auf einen kaufmännischen Bauexperten. Dort seien unter anderem die üblichen jährlichen Rücklagen für Instandhaltungen um mehr als 300.000 Euro zu niedrig angesetzt.

Statt der im Haushaltsplan für 2020 veranschlagten rund 610.000 Euro Ausgaben müsse von rund 980.000 Euro Ausgaben und einem nicht ausgeglichenen Haushalt ausgegangen werden. Damit bestehe die Gefahr, dass „mit Beginn der Bewirtschaftung des Turms Gelder aus kirchlichen Darlehen im märkischen Sand versickern könnten“, erklärte die Bürgerinitiative. Dass die Baustiftung die fünf Millionen Euro Kirchenkredite fristgerecht zurückzahlen könne, sei deshalb zweifelhaft.

Kritik kam auch von der Bürgerinitiative „Christen brauchen keine Garnisonkirche“. Die Kirchensteuerzahler hätten ein „bei näherer Betrachtung ein durch und durch fragiles Finanzkonzept mitzutragen“, schreibt Wolfram Hülsemann von der Initiative in der Berliner Wochenzeitung „Die Kirche“. Die Finanzierungskonstruktion für den Wiederaufbau werde „von Fachleuten bezweifelt und gegenwärtig geprüft“.

Der Kompromiss, beim Wiederaufbau auf kriegerische Ornamente zu verzichten, führe zwar dazu, „dass die kirchenferne Wetterfahne da bleibt, wo sie hingehört: hinter Gittern“, schreibt Hülsemann weiter. Die nachgebaute Wetterfahne steht derzeit auf dem Gehweg am historischen Standort der 1945 zerstörten und 1968 abgerissenen Barockkirche in einem Schutzbehälter aus Drahtgitter. Es sei dennoch zu befürchten, dass die Kirche später originalgetreu wiedererrichtet werden soll.

Von MAZonline

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