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Welt der Neugier ist kleiner geworden

Potsdamer „Extavium“ hat wieder geöffnet Welt der Neugier ist kleiner geworden

Das „Extavium“ hat am Wochenende nach einer viermonatigen Zwangspause sein Mitmachmuseum am neuen Standort in der Potsdamer Innenstadt wieder geöffnet. Doch die Räume einer ehemaligen Videothek Am Kanal 57 sind erheblich kleiner. Geschäftsführer Axel Werner ist dennoch „sehr zufrieden“, weil das „Extavium“ im Zentrum mehr wahrgenomen werde.

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Axel Werner mit den Gästen Julia Pfohl (l.) und Iana Cernahoschi.

Quelle: Friedrich Bungert

Potsdam. Nach einer viermonatigen Zwangspause können junge und ältere Hobbyforscher jetzt endlich wieder nach Herzenslust experimentieren: Das Potsdamer „Extavium“ öffnete am Wochenende an seinem nunmehr dritten Standort in wenigen Jahren in Potsdams Zentrum, Am Kanal 57, sein Mitmachmuseum. Geschäftsführer Axel Werner und sein Team empfingen die ersten Besucher gleich mit einem prickelnden Experiment. Zur Erfrischung an diesen heißen Tagen konnten sie Brause selbst herstellen.

Werner ist nach eigenen Worten mit den Räumen einer ehemaligen Videothek sehr zufrieden. Sein Mitmachmuseum gehört ins Stadtzentrum, und dank der großen Glasfassade werde es wohl nun auch noch mehr wahrgenommen, sagt er. Doch die Welt der Neugier ist erheblich kleiner geworden. Das „Extavium“ kann mit 60 Exponaten nur noch die Hälfte seines Gesamtbestandes ausstellen und künftig nur ein Drittel der bisherigen Besucherzahl in sein Haus einlassen. Der berühmte „Trabant“, den ein Kind mittels Flaschenzug mühelos anheben konnte, passte nicht durch die Eingangstür. „In den kleineren Räumen geht unser Konzept noch gerade so auf. Wir müssen jetzt erst einmal sehen, wie wir mit den neuen Bedingungen klarkommen“, meint Werner. Die Exponate sollen nach einer gewissen Zeit im Rotationsprinzip auch mal ausgetauscht werden, so dass immer wieder etwas Neues zu erleben ist. Der bisher hohe Besucheransturm soll aufgrund des geringeren Platzes kontinuierlicher verteilt werden.

Vom Exploratorium zum Extavium

Das „Extavium“ wurde als „Exploratorium“ 2004 von Eltern gegründet und befand sich anfangs in der Wetzlarer Straße. Mit dem Umzug an den Filmpark wurde daraus das „Extavium“.

Der Name setzt sich aus den Anfangsbuchstaben der lateinischen Begriffe Terra (Erde), Aqua (Wasser), Ventus (Wind) und Ignis (Feuer) zusammen. Die Vorsilbe Ex- bedeutet aus, heraus.

Paten sind derzeit die Bahnhofspassagen Potsdam, der schwäbische Spezialantriebehersteller Kessler & Co., die Stadtwerke Potsdam, die IHK, Privatmann Thomas Ehrlich, die Potztupimi Bauplanungs- und Ingenieurgesellschaft und die Pro Potsdam.

Nach Werners Meinung hätte sich die Zwangspause für den Umzug auf einen Monat reduzieren lassen. Doch die finanzielle Unterstützung der Stadt verzögerte sich. Nach der Übergabe der Räume zeigte sich erst, in welchem Zustand sie wirklich waren. „Wir mussten verdammt viele Vorschriften beachten und etliche Gutachten vorlegen, weil das, was wir brauchen, noch nie in diesen Räumen gemacht wurde“, schildert Werner. Um den Schallschutz einzuhalten, hatte das Team extra mit den Mietern über den Geschäftsräumen gesprochen.

Offiziell soll der Neustart zum neunten Geburtstag des „Extaviums“ am 5. und 6. September gefeiert werden. „Wir wollten bewusst die Sommerferien mitnehmen, um zu sehen, wie es auch in dieser Zeit läuft“, erklärt Werner.

Von Heinz Helwig

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