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Fahnenflucht in den Westen

Potsdam Fahnenflucht in den Westen

Mit einer Ausstellung erinnert die Gedenkstätte Leistikowstraße ab 12. Oktober an ein vergessenes Kapitel der deutsch-deutschen Geschichte. „Fahnenflucht in den Westen“ legt den Fokus auf die unmittelbare Nachkriegszeit, in der es bereits dramatische Fluchtversuche von Ost nach West gab. Im Zentrum stehen sowjetische Soldaten und ihr hartes Schicksal.

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Ein Zellentrakt des früheren KGB-Gefängnisses in der heutigen Gedenkstätte Leistikowstraße.

Quelle: dpa

Potsdam. Die Gedenkstätte im früheren KGB-Gefängnis erinnert mit der neuen Sonderausstellung „Fahnenflucht in den Westen“ an sowjetische Deserteure in der DDR und ihre deutschen Helferinnen und Helfer. Das nahezu vergessene Kapitel der ostdeutschen Besatzungsgeschichte werde anhand von neun exemplarischen Fluchtschicksalen vorgestellt, teilte die Gedenk- und Begegnungsstätte Leistikowstraße mit.

Die Ausstellung wird am 12. Oktober eröffnet und ist bis zum 21. Juni 2017 zu sehen. Sie werfe trotz schwieriger Quellenlage ein Schlaglicht auf die Lebensumstände in der Nachkriegszeit und die Zustände in der sowjetischen Armee, hieß es. Zugleich würden Fluchtgründe, die „interalliierte Flüchtlingspolitik“ und die harte sowjetische Repressions- und Rechtspraxis dokumentiert.

Fluchtversuche aus der DDR in den Westen habe es lange vor dem Mauerbau 1961 gegeben, hieß es. Für die in Ostdeutschland stationierten Sowjetsoldaten habe es dafür viele Gründe wie unmenschliche Bedingungen in der Armee, verbotene Liebesbeziehungen oder Angst vor der Deportation in die Heimat gegeben. Mit einem Fluchtversuch hätten sie ihr Leben aufs Spiel gesetzt, da gefassten Fahnenflüchtigen die Todesstrafe gedroht habe. Auch Fluchthelfer hätten mit harte Strafen rechnen müssen.

Von MAZ online

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