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Fahrlander Eltern schreiben Brief an Behörden

Zu wenig Plätze an der Regenbogen-Schule Fahrlander Eltern schreiben Brief an Behörden

In einem Brief an die Verantwortlichen kämpfen betroffene Familien aus Fahrland für eine dauerhafte Erweiterung der Regenbogen-Grundschule. Ob für das kommende Schuljahr eine zusätzlich 1. Klasse eingerichtet werden darf, ist noch nicht entschieden.

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Die Regenbogen-Schule in Fahrland ist sehr gefragt.

Quelle: Foto: Friedrich Bungert

Fahrland. Im Konflikt um die knappen Plätze an der Regenbogen-Schule in Fahrland wenden sich Eltern nun in einem Brief an die Behörden. „Die Eltern der aktuell betroffenen Kinder sind verständlicher Weise in großer Aufregung“, heißt es in dem Schreiben, das Montagabend an Schul- und Hortleitung sowie an den Bereich Bildung der Landeshauptstadt, das Staatliche Schulamt in Brandenburg/Havel und Bildungsminister Günter Baaske (SPD) versandt wurde.

Wie berichtet, reichen in dem Potsdamer Ortsteil die Schul- und Hortplätze nicht aus. Die Regenbogen-Grundschule – einzige öffentliche Schule im Schulbezirk – kann nur 50 Kinder aufnehmen. Von den 102 im Grundschulbezirk Fahrland wohnenden, schulpflichtigen Kindern sind 67 mit Erstwunsch an der Regenbogenschule angemeldet worden. Die Schulleitung hofft deshalb, eine dritte 1. Klasse einrichten zu dürfen. Das Schulamt prüft die Genehmigung dafür, aber noch sei es zu früh für eine Entscheidung, weil das Aufnahmeverfahren noch nicht abgeschlossen, so Stadtsprecherin Friederike Herold. „Erst im Mai 2017 steht fest, ob den Erst- und Zweitwünschen der Elternschaft mit den vorhandenen Schulplätzen an den Wunschschulen und damit der Wahlfreiheit der Eltern durch die deckungsgleichen Schulbezirke nicht entsprochen werden kann.“ Am 31. Mai werden die Bescheide für die Schulaufnahme verschickt.

Die Eltern setzen sich dafür an, dass nicht nur für das kommende Schuljahr eine Ausnahmeregelung an der Regenbogen-Schule gilt. Es sei zu erwarten, dass die eventuell zunächst unterfrequentierte zusätzliche Klasse im Verlauf der Grundschulzeit noch voll werde, argumentieren die Eltern in ihrem Brief. Fahrland wachse beständig – aktuell bezögen gerade rund 1000 Menschen das neue Viertel „Upstall Nord“. „Davon ausgehend, dass der Bedarf auch langfristig nicht sinken wird, wünschen wir uns eine langfristige Lösung für den Ortsteil, da die Schule dem in der derzeitigen Größe nicht dauerhaft gewachsen ist“, schreiben die Eltern. Die nächsten öffentlichen Grundschulen „Rote Kaserne Ost“ und „Hanna von Pestalozza“ sind neun und zehn Kilometer von Fahrland entfernt. Hinzu komme, dass einige Kinder auch aus den noch nördlicheren Potsdamer Dörfern Kartzow, Satzkorn und Uetz-Paaren kommen, für der Schulweg dann noch weiter wäre, heißt es in dem Elternbrief. Die freie Grundschule in Marquardt sei keine Alternative für Familie, die ihr Kind auf eine öffentliche Schule in Wohnortnähe geben wollen.

Auch Kitaplätze sind knapp. Auf seiner Homepage informiert der Träger „Treffpunkt Fahrland“ darüber, „dass der außerordentlich hohe Zuzug junger Familien mit Kindern in unseren Ortsteil zu einem eklatanten Engpass in der wohnortnahen Versorgung mit Kindergartenplätzen geführt hat“. Die vom Verein gegenüber der Landeshauptstadt schon 2014 „deutlich kommunizierte erwartete Zuspitzung der Situation“ könne durch den Verein mit seiner Kita nicht kompensiert werden.

Von Marion Kaufmann

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