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Fall Elias: Weisser Ring bietet Prävention

Kinderschutzkurse in Kitas und Schulen Fall Elias: Weisser Ring bietet Prävention

Das Verschwinden und der gewaltsame Tod des kleinen Elias aus Potsdam hat viele Eltern schockiert. In Präventionskursen des Weissen Rings erfahren sie, wie sie ihr Kind gegen Gewalt stark machen können. Bis der mutmaßliche Mörder des Jungen vor Gericht steht, kann es unterdessen länger dauern als gedacht.

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Gedenken in Elias’ Potsdamer Grundschule.

Quelle: Foto: Julian Stähle

Potsdam. Nach dem gewaltsamen Tod des kleines Elias aus dem Schlaatz bietet der Weisse Ring in Potsdam verstärkt Kinderschutzkurse für Eltern in Kitas und Schulen an. „Eltern lernen dabei, wie sie ihr Kind stärken können“, erklärt Außenstellenleiter Willi Wierscheim, der diese Woche in der Kita Grasshoppers im Zentrum-Ost zu Gast war. „Wir wollen keine Ängste schüren, sondern Eltern und Kindern ein Stück mehr Sicherheit geben“, erklärt der Opferberater.

Eltern sollten ihre Kindern verdeutlichen, was selbstverständlich sein sollte, aber gerade deshalb oft nicht angesprochen wird: Kindern dürfen niemals zu Fremden ins Auto steigen und sollen im Notfall laut um Hilfe rufen. Eltern können Kindern auf dem Schulweg auch „Rettungsinseln“ zeigen, so Wierscheim. Das kann zum Beispiel eine Bäckerei sein, in die das Kind bei Gefahr laufen kann. Ebenfalls hilfreich: ein Codewort für den Fall vereinbaren, dass das Kind nicht wie vereinbart selbst am Treffpunkt abgeholt werden kann. Egal ob Kollege oder Nachbar – das Kind geht nur mit Personen mit, die ihm das richtige Codewort sagen können.

Staatsanwaltschaft wartet auf Gutachten zu Silvio S.

Der sechsjährige Elias war im Juli 2015 aus dem Wohngebiet Am Schlaatz entführt und dann missbraucht und getötet worden. Der Wachschützer Silvio S. aus Kaltenborn (Teltow-Fläming) hatte Ende Oktober die Tötung von Elias sowie des Berliner Flüchtlingsjungen Mohamed (4) gestanden. Bis zur Anklageerhebung kann es noch einige Wochen dauern, sagte der Potsdamer Staatsanwalt Christoph Lange am Mittwoch der MAZ. Die Anklagebehörde wartet noch auf mehrere Gutachten. Unter anderem fehlt noch die Expertise zur Schuldfähigkeit von Silvio S. (32). Auch seien noch nicht alle DNA-Spuren ausgewertet, die bei Durchsuchungen sichergestellt wurden. Ob der Prozess gegen den mutmaßlichen Mörder tatsächlich bereits im Frühjahr beginnen kann, ist laut Lange somit noch offen.

Info: Der Weisse Ring in Potsdam sucht ehrenamtliche Mitarbeiter, vor allem Frauen. wrpotsdam-stadt@gmx.de,  0151/55 16 47 16

Von Marion Kaufmann

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