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Fast 500 einstige Tiere in Not wurden vermittelt

Fast 500 einstige Tiere in Not wurden vermittelt

Bugs, Sel oder Desire heißen die Herzensbrecher auf Samtpfoten, die in der Tierauffangstation im Werderaner Ortsteil Neu Plötzin – vorübergehend – ein neues Zuhause gefunden haben.

POTSDAM / NEU PLÖTZIN. . Zehn Katzen und zehn Hunde beherbergt der Verein „Tiere in Not Potsdam e.V.“ auf dem Grundstück an der Neuen Dorfstraße derzeit. Kürzlich hat der Verein sein vierjähriges Bestehen gefeiert. Seither seien rund 500 Tiere – zwei Drittel Hunde, der Rest Katzen – erfolgreich an neue Besitzer vermittelt worden, erzählt Tiere-in-Not-Chefin Gabriele Daubas bei einem Besuch der MAZ. Manche Hunde oder Katzen bleiben nur wenige Tage in der Tierauffangstation, andere Monate.

Gabriele Daubas gründete den Verein damals unter anderem, weil es in Potsdam seit mehr als fünf Jahren kein Tierheim mehr gibt. Ob ein verletzter Streuner, ein verwaistes Katzenjunges oder ein Hund, dessen Herrchen plötzlich gestorben ist und deshalb dringend ein neues Zuhause braucht – die ehrenamtlich arbeitenden Mitglieder helfen den Tieren in Not, sorgen bei Bedarf für medizinische Betreuung. Der Verein finanziert sich ausschließlich über Geld- und Sachspenden, die immer willkommen sind.

Unter den Notfällen befinden sich immer wieder Vierbeiner aus Rumänien, erzählt Vereinschefin Gabriele Daubas. Durchschnittlich 60 Prozent der Bellos in der Tierauffangstation seien Straßenhunde aus dem südosteuropäischen Land, da man mit dem Tierschutzverein „Helping Animals Romania“ zusammenarbeite. „Dort werden täglich Welpen auf Müllkippen gefunden“, erzählt die Rentnerin. Die Straßenhunde seien ausgesprochen sozial veranlagt, clever „und vertragen sich prima mit Katzen“. Menschen gegenüber müssen die Vierbeiner dagegen erst ihre Scheu ablegen und Vertrauen gewinnen, einigen Straßenhunden gelingt dies schneller, andere brauchen mehr Zeit dafür.

Eines will Gabriele Daubas zum Abschluss des Gesprächs mit der MAZ noch klarstellen: Der Golden Retriever Bruno (dessen Geschichte vor kurzem auf der Tierseite erschien) war – anders als von der Leserbriefschreiberin geschildert – „jederzeit bei uns willkommen“. Bruno, der Anfang 2011 eingeschläfert werden musste, sei für eine Wohnungshaltung nicht geeignet gewesen, sagte Gabriele Daubas. Es habe Beißvorfälle gegeben – „er war kein Kuschelhund“, sagte die Vereinschefin. Die Leserbriefschreiberin, ehedem Untermieterin in der Tierauffangstation gewesen, hätte Bruno nicht in eine Wohnung mitnehmen dürfen.

Tiere in Not Potsdam e.V., Neue Dorfstraße 23a, Neu Plötzin. Bei Notfällen ist Gabriele Daubas unter 0170-2065196 zu erreichen. Auf der Internetseite tiereinnot-potsdam-auffangstation.de sind die Hunde und Katzen zu sehen, die ein neues Zuhause suchen. (RN)

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