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Teuflisches Spektakel

„Faust – Die Rockoper“ im Filmpark Babelsberg Teuflisches Spektakel

Goethes „Faust“ kommt als gleichnamige „Rockoper“ in den Filmpark Babelsberg! Zu mitreißender Musik werden die Originaltexte gesungen. Bei Arrangements, Kostümen und Ausstattung wurden Anleihen aus den 1970er Jahren genommen.

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Das „Faust“-Ensemble rockte am Mittwoch probeweise den Filmpark.

Quelle: dpa-Zentralbild

Babelsberg. Goethes „Faust“ als Rockoper? Bildungsbürgern, bei denen jetzt die Alarmglocken schrillen, sei versichert: „Wir sind 100-prozentig goethisch, alle Texte entstammen dem Klassiker“, sagt Rudolf Volz, Erfinder der „Faust“-Rockoper. Schon als Jugendlicher habe Volz „essenzielles Wissen in Hardrock verpacken“ wollen. Die Geschichte des lebensmüden Faust, der Mephisto seine Seele verspricht, sollte der ihn von Unzufriedenheit und Ruhelosigkeit befreien, sei wie geschaffen dafür. Und überhaupt: „Rockmusik und Teufel passen gut zusammen“, sagt der promovierte Mathematiker. Zigtausende Besucher haben seit der Premiere 1997 in mehr als 500 Vorstellungen „Faust – Die Rockoper“ erlebt. Am 10. Juli gastiert das Schauspiel mit knapp 30 Rock- und Popsongs mit zwei Vorstellungen im Filmpark Babelsberg.

Einige Darsteller lieferten am Mittwoch bereits stimmgewaltige Hörproben. Insbesondere Henrike Baumgart als Hexe, die in insgesamt sechs Rollen schlüpft.

Dank roter Korsage und schwarzen Strapsen sorgten die beiden Tänzerinnen Olga Nikitina und Josephine Adler für optisch (auf)reizende Momente.

Arrangements, Kostüme und Ausstattung nehmen Anleihen an Rockopern aus den 1970er Jahren. „Der Gestus der Inszenierungen knüpft an die Volksstücktradition der Zeit vor Goethe an“, sagt Event-Veranstalter Michael Manthey, der „Faust“ seit 2004 produziert. „Das Investment kommt langsam zurück, trotzdem steckt viel Liebhaberei darin.“

Neu im Boot sitzt Friedhelm Schatz. Der Filmpark-Chef erfuhr von der Rockoper von seinem Stuntcrew-Chef Armin Sauer, sah die „verrückte Inszenierung“ dann auf dem Brocken im Harz und fand’s klasse. „Ein wunderbares Spektakel.“ Die Herausforderung sei nun, das Stück von einer kleinen auf eine ausladende Bühne wie der Vulkan-Arena zu bringen.

Der Vorverkauf für die Schülervorstellung am Vormittag läuft gut. Mehr als 800 Karten seien laut Schatz bereits weg.

Von Ricarda Nowak

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