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Potsdam Fête-Bühne wegen „gestressten Rasens“ verlegt
Lokales Potsdam Fête-Bühne wegen „gestressten Rasens“ verlegt
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12:49 20.06.2017
Tanz zur Fête de la Musique 2015 in Drewitz. Quelle: Bernd Gartenschläger
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Potsdam

Die Fête de la Musique, das Umsonst-draußen-Festival am 21. Juni zur Mittsommernacht, wird in diesem Jahr in Potsdam mit 40 Bühnen so groß wie noch nie. Das hat Ulrike Oehmichen vom Verein Kulturtänzer bekannt gegeben, der das Festival in Potsdam seit 2009 ausrichtet. Erstmals dabei sind unter anderem der Club Laguna, der Staudenhof, das Museumshaus „Im Güldenen Arm“ und der Nachbarschaftsgarten „Scholle 34“.

Auch in Drewitz gibt es wieder eine Premiere. 2015 hatte das Festival erstmals eine Bühne in der Gartenstadt. Damals spielte dort unter anderem das Potsdamer Pop-Duo John Apart, das sich beim Bandwettstreit am Wochenende im Lindenpark mit dem ersten Preis einen Auftritt beim 17. Stadtwerkefest am 1. Juli im Lustgarten erkämpft hat.

In diesem Jahr wechselt die Fête de la Musique in Drewitz kurzfristig aus dem Konrad-Wolf-Park in den Ernst-Busch-Platz: „In Rücksichtnahme auf den ohnehin schon gestressten Rasen und die von Schädlingen befallenen Rosen haben wir unsere Veranstaltungen verlegt“, teilte Kathleen Walter vom Begegnungszentrum Oskar mit, das in Drewitz Veranstaltungspartner der Fête de la Musique ist.

Die Begründung kommt überraschend. Schließlich hatte das Rathaus dem Konrad-Wolf-Park nach kritischen Hinweisen von Anwohnern, Wohnungsunternehmen und Politikern noch vor kaum zwei Wochen beste Noten gegeben: „Die derzeitige Pflegequalität des Parks wird von der Verwaltung als herausragend eingeschätzt“, hieß es da.

„Das Programm bleibt, die Bühne zieht aber 500 Meter um“, sagt Kathleen Walter. In Drewitz spielen um 18 Uhr Kokas & Band (Hip-Hop), um 19.15 Uhr Through Colors (Alternative) und um 20.30 Uhr Stadtruhe (Pop). Die Fête de la Musique ist in Drewitz zugleich Auftakt für den 1. Parksommer, in dessen Programm bei freiem Eintritt bis zum Gartenstadtfest am 24. Juni neben Rock und Pop auch Klassik mit der Kammerakademie geboten wird.

Gegründet wurde die Fête als nichtkommerzielles Festival 1982 in Paris. Mittlerweile sind 540 Städte weltweit beteiligt. Potsdam ist seit 2004 dabei. Begonnen hat es in der Landeshauptstadt auf der Brandenburger Straße, die auch am Mittwoch wieder als längste Bühne im Programm ist. „Sie ist unser eigentliches Podium“, sagt Luisa Richter vom Kulturtänzer-Verein. Von 16 bis 22 Uhr könne dort jeder zum Straßenmusiker werden, der will: „Also rauf auf die Straße, damit der Boulevard den ganzen Tag mit Unplugged-Musik erfüllt ist.“

Kultur umsonst und draußen für alle

Kernidee der Fête de la Musique ist es, Kultur für alle zu ermöglichen. Deshalb sind alle Veranstaltungen für das Publikum kostenlos.

Die Bands verzichten auf ihre Gagen, die Bühnenpartner sind auf eigene Kosten dabei. Der Verein Kulturtänzer, der das Festival für Potsdam seit 2009 koordiniert, stellt in diesem Jahr Bühnen in der Brandenburger Straße, auf dem Alten Markt und auf dem Weberplatz in Babelsberg.

Zum Politikum wurde die Fête de la Musique in Potsdam 2014, als die Veranstalter sie im Streit um Förderung kurzfristig absagten. Ersatzweise gab es an diversen Orten alternative Konzerte mit Fantasienamen, denn der Name der Fête ist urheberrechtlich geschützt.

In diesem Jahr wird die Fête de la Musique von der Stadt Potsdam mit 20 000 Euro gefördert.

Das komplette Programm der Fête für Potsdam inklusive Übersichtskarte und aller Auftrittszeiten unter www.MAZ-online.de/fete2017

Von Volker Oelschläger

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