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Feuerwerk: Hälfte der Verletzten war unbeteiligt

Augenärzte mahnen zur Vorsicht Feuerwerk: Hälfte der Verletzten war unbeteiligt

Mit Blick auf den Silvesterabend mahnt das Ernst-von-Bergmann-Klinikum zu erhöhter Aufmerksamkeit. Jedes Jahr behandeln die Augenärzte dort Patienten mit Feuerwerksverletzungen. Beunruhigend: Jeder zweite hat gar nicht selbst geböllert, sondern war nur Passant oder Zuschauer. Das besagt auch eine bundesweiten Studie, an der sich das Klinikum beteiligt.

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Quelle: dpa

Potsdam. Nicht zugelassene Böller, unsachgemäßer Umgang, Übermut, Leichtsinn: Nicht nur die Potsdamer Feuerwehr rät im Vorfeld des Jahreswechsels zu besonderer Vorsicht beim Umgang mit Feuerwerkskörpern. Auch die Deutsche Ophthalmologische Gesellschaft und das Ernst-von-Bergmann-Klinikum mahnen zu erhöhter Aufmerksamkeit. So zeige eine Umfrage an deutschlandweit 41 Kliniken, dass Silvester 2016 insgesamt 350 Patienten mit Augenverletzungen behandelt werden mussten. Davon war die Hälfte nach eigenen Angaben Unbeteiligte, also Passanten oder Zuschauer, die durch die Feuerwerkskörper verletzt wurden.

In der Studie taucht auch Potsdam auf, denn im vergangenen Jahr sind auch in der Landeshauptstadt Unbeteiligte von Feuerwerkskörpern verletzt worden. „Im vergangenen Silvester wurden allein im Potsdamer Klinikum neun Patienten mit Feuerwerksverletzungen an den Augen behandelt“, sagt Ameli Gabel-Pfisterer, am Bergmann Oberärztin der Klinik für Augenheilkunde und Mit-Initiatorin der Studie. Drei der neun Patienten hatten laut der Expertin schwere Verletzungen, zwei von ihnen hatten gar nicht selbst gezündet.

Nicht nur die hohe Anzahl unbeteiligter Verletzter sei erschreckend, sondern vor allem, dass ein Drittel der Verletzten jünger als 17 Jahre ist, meint Ameli Gabel-Pfisterer. Zudem hatten laut der Ärztin Kinder häufiger als Erwachsene beidseitige Augenverletzungen und zusätzliche Verletzungen an den Händen. „Mit dieser Erhebung wollen wir der Diskussion um ein Verkaufsverbot für Feuerwerks-Knallkörper an Privatpersonen eine statistische Basis geben“, sagt Ameli Gabel-Pfisterer. Um die Belastbarkeit dieser Zahlen weiter zu erhöhen, wird zu diesem Jahreswechsel eine weitere Umfrage durchgeführt. Das Bergmann-Klinikum beteiligt sich daran.

Von Nadine Fabian

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