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Figuren kehren aufs Stadtschloss zurück

Brandenburger Landtag erhält besonderen Schmuck Figuren kehren aufs Stadtschloss zurück

Endlich ist es soweit: Die ersten beiden Attika-Figuren von ursprünglich 76 werden auf dem Landtagsgebäude montiert. „Herkules“ und der „an einen Baum lehnende Jüngling“ kehren am kommenden Dienstag zurück an ihren angestammten Platz. Steuergeld wird für die Restaurierung der Figuren übrigens nicht ausgegeben. Die Mittel werden als Spenden eingeworben.

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Stadtschloss mit Attika-Figuren.

Quelle: Archiv

Innenstadt. Auf der Attika des einstigen Potsdamer Stadtschlosses standen 76 überlebensgroße Sandsteinfiguren. Zwei dieser Skulpturen stehen nun vor ihrer Rückkehr auf das heutige Landtagsgebäude. Ab Dienstag, dem 26. April, werden der „an einen Baumstamm gelehnte Jüngling“ und die „Herkules“-Figur wieder den westlichen Kopfbau der Nordfassade zieren – Ecke Richtung Fachhochschule Potsdam. Das teilte die Landtagsverwaltung am Dienstag mit.

„Herkules“-Figur vor der Restaurierung

„Herkules“-Figur vor der Restaurierung.

Quelle: SPSG

Die Aufstellung der Bekrönungsfigur „Herkules“ erfolgt um 15 Uhr. Mit dabei sind Landtagspräsidentin Britta Stark (Linke) und Michael Schöne vom Verein Potsdamer Stadtschloss sowie der Generaldirektor der Stiftung Preußische Schlösser und Gärten Berlin-Brandenburg (SPSG), Hartmut Dorgerloh.

Bereits ab 9.30 Uhr wird laut Landtagsverwaltung der „Jüngling“ auf der Attika montiert. Beide Einzelspender werden am Nachmittag anwesend sein.

Zwischen 12 und 17 Uhr veranstaltet der Verein Potsdamer Stadtschloss auf dem Alten Markt als Rahmenprogramm ein kleines Familienfest.

Von den 76 Sandsteinfiguren des einstigen Potsdamer Stadtschlosses sind 17 komplett erhalten, von weiteren 18 konnten unterschiedlich große Teile gerettet werden. Die übrigen, vollkommen zerstörten Figuren können nach historischen Fotoaufnahmen neu geschaffen werden. Mit Ausnahme der Bogenkolonnade wird im Innenhof auch künftig kein Attika- und Figurenschmuck angebracht. Hintergrund ist das Urheberrecht von Landtagsarchitekt Peter Kulka.

Für die Restaurierung, Ergänzung und Rekonstruktion bis hin zur originalgetreuen Kopie der sinnstiftenden Fassadenelemente der Außenfassade und der Bogenkolonnade setzt sich seit Jahren der Verein Potsdamer Stadtschloss ein. Er hat bereits acht Figuren restaurieren lassen – für rund 300 000 Euro aus eigens gesammelten Spendengeldern.

Der „an einen Baumstamm gelehnte Jüngling“ war vollständig erhalten. Die Restaurierung kostete 10 200 Euro.

Als Bekrönungsfigur des westlichen Kopfbaus ziert „Herkules“ künftig die Spitze des westlichen Giebels. Die Skulptur war relativ gut erhalten, lediglich der Kopf, der rechte Unterarm und die linke Hand wurden mithilfe historischer Fotoaufnahmen rekonstruiert. Die im Zuge der Restaurierung und Ergänzung entstandenen Kosten beliefen sich auf 25 500 Euro.

Gemäß Parlamentsbeschlüssen aus den Jahren 2005 und 2008 wurden und werden für die Anfertigung und Aufstellung von Attika- sowie Figurenschmuck keine öffentlichen Finanzmittel verwendet.

Beide Figuren wurden vom Bildhauer Johann Gottlieb Heymüller im Jahr 1751 geschaffen.

Von MAZ online

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