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Potsdam Filmpark Babelsberg: Zehn Millionen Gäste in 25 Jahren
Lokales Potsdam Filmpark Babelsberg: Zehn Millionen Gäste in 25 Jahren
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00:20 15.08.2018
Im Filmpark wurde am Sonntag das 25-jährige Jubiläum gefeiert. 2500 sozial bedürftige Menschen kamen kostenlos in den Park und in die Stuntshow. Quelle: Julian Stähle
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Babelsberg

Der Sandmann ist fast 60, aber immer noch ein Superstar. So jedenfalls wurde er am Sonntag auf der Feier zum 25. Geburtstag des Filmparks Babelsberg gefeiert. Begleitet von einer Eskorte aus drei Polizeimotorrädern rollte er am frühen Nachmittag auf der Rückbank eines VW Käfer in den Vulkan der Stuntshow ein und wurde von 2500 Zuschauern bejubelt, die vom Management und der Stiftung „Familien in Not“ eingeladen worden waren, weil sie sozial benachteiligt sind; die meisten könnten sich den Eintritt sonst nicht leisten.

2500 sozial schwache Menschen hatte freien Eintritt. Viele erlebten den Park zum ersten Mal und waren hellauf begeistert. Filmparkchef Schatz wurde von den prominenten Gästen hoch gelobt.

Laila Kushanashvili etwa könnte das nicht bezahlen. Die 16-Jährige kam vor fast vier Jahren als Flüchtling mit ihrer Familie aus Tschetschenien, lebt heute in Ludwigsfelde und hatte bis zur Einladung der Stiftung noch nichts vom Filmpark gehört. „Ich habe gegoogelt danach, aber ich weiß im Grunde nicht, was uns erwartet.“ Essen, trinken, Filmfiguren, eine Action-Show und alles den ganzen Tag ganz kostenlos.

Laila Kushanashvili (4.v.l.) und ihre Familie stammen aus Tchetchenien und waren zuvor noch nie im Filmpark. Quelle: Rainer Schüler

Ministerpräsident Dietmar Woidke (SPD) lobte in seiner Laudatio das soziale Engagement von Filmpark-Chef Friedhelm Schatz, der auch Menschen helfe, „die nicht immer auf der Sonnenseite des Lebens“ stehen. Woidkes Amtsvorgänger Matthias Platzeck (SPD) sah die etwa 1500 Kinder im Vulkan als die eigentlichen Stars des Tages. Als Schirmherr der 1992, ein Jahr vor dem Filmpark, etablierten Stiftung „Familien in Not“ erinnerte er an Gründerin Regine Hildebrandt (1941-2001), die Sozialministerin in Brandenburg war und als solche einen Leitspruch hatte: „Geht nicht – gibt’s nicht“. Das habe auch Schatz beherzigt, als er den Filmpark schuf.

Prominenz gratulierte am Sonntag zum 25, Geburtstag des Filmparks Babelsberg: GZSZ-Urgestein Wolfgang Bahro, Regisseur Volker Schlöndorff, Park-Inhaber Friedhelm Schatz, der Sandmann, Ordnungsdezernent Mike Schubert, Ministerpräsident Dietmar Woidke, Ex-Regierungschef Matthias Platzeck und der Fimkomponist Christoph Rinnert (v.l.). Quelle: Julian Stähle

Einen „Verrückten“ nannte Potsdams Ordnungsdezernent Mike Schubert (SPD) den Gründer des Filmparks, dem er „mindestens 25 weitere Jahre wünscht“; Schatz habe etwas „aus dem Boden gestampft“, das Bestand hat. Das würdigte auch Regisseur Volker Schlöndorff, der Schatz einst bei der Münchener Bavaria abgeworben hatte. Er selbst habe eigentlich Zirkusdirektor werden wollen, erzählte er dem Publikum, doch daraus sei nichts geworden. Schatz aber habe ihm den „Kindheitstraum erfüllt: Du bist mein Zirkusdirektor.“ Dem schlipsfreien Mann mit der Wallemähne waren die Lobes- und Dankesreden sichtlich unangenehm, er zeigte sich aber auch gerührt. Er erinnerte an den 15. August 1993, als er mit seinem französischen Co-Geschäftsführer Pierre Couveinhes die damals noch an der Sandscholle gelegene allererste Stuntshow „Final Countdown“ betrat. Jetzt gebe es den Vulkan und immer noch die Show – immer wieder neu aufgelegt. Es sei ihm stets um das Publikum gegangen, sagte Schatz in der Arena: „Das Publikum ist unser Jungbrunnen.“

Es knallt, donnert und kracht noch immer in der hitzigen Show der Stuntcrew Babelsberg. Quelle: Julian Stähle

Es hatte denn auch einen Riesenspaß mit der aktionsreichen Stuntshow, die zwar immer noch in der Endzeit der Menschheit spielt, aber jedes Jahr neu auflebt.

Von Rainer Schüler

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