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Potsdam Filmreihe „Kino global“ im Thalia in Babelsberg
Lokales Potsdam Filmreihe „Kino global“ im Thalia in Babelsberg
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11:24 25.08.2016
Ermattete Techno-Jünger in der Doku „Raving Iran“. Quelle: rise and shine verleih
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Babelsberg

Filme gucken und dabei lernen, wie man die Welt vielleicht ein Stückchen besser machen kann – das ist Anspruch der vom Bundesentwicklungsministerium unterstützten Reihe „Kino global“. Vom 30. August bis 8. November zeigt das Thalia-Kino sechs aufregende Dokumentarfilme, die sich mit aktuellen politischen oder religiösen Aspekten befassen und darlegen, dass „alles mit Allem zusammenhängt“, wie Kinobetreiber Thomas Bastian sagt. So etwa in der Schweizer Doku „Thule Tuvalu“, die am kommenden Dienstag läuft.

Einer der nördlichsten bewohnten Städte ist Thule auf Grönland. Tuvalu wiederum liegt am Äquator und ist mit 10 000 Einwohnern einer der kleinsten Staaten der Welt. In beiden Orten sind die Auswirkungen des Klimawandels deutlich zu spüren. Regisseur Matthias von Gunten porträtiert die Bewohner und ihren Umgang mit den veränderten Umweltbedingungen. Nach der Vorführung beantwortet Anders Levermann, Professor am Potsdam-Institut für Klimafolgenforschung, Fragen aus dem Publikum.

Die Doku „The True Cost – Der wahre Preis der Mode“ fragt, woher die billigen Klamotten in unseren Läden kommen, unter welchen Bedingungen T-Shirts für drei, Hosen für zehn Euro produziert werden. US-Filmemacher Andrew Morgan begibt sich auf die Spuren der Modeindustrie, die in immer kürzeren Abständen immer mehr und immer billiger produzieren lässt – auf Kosten von Mensch und Umwelt. Sandra Dusch-Silva befasst sich bei der Christlichen Initiative Romero mit Günstig-Mode, die in Discountern und Supermärkten angeboten wird und ist nach der Vorführung am 13. September als Expertin dabei.

Kinobesucher können „Denkanstöße, Argumente für die Gestaltung einer besseren Welt und im besten Fall sogar Handlungsanregungen mitnehmen“, sagt Bastian. Nach jedem Film wird zu einer Diskussionsrunde mit Experten eingeladen. „Das ergibt den Mehrwert der Reihe“, so der Kinochef.

Am 28. September stellt Regisseurin Susanne Regina Meures mit ihren beiden Protagonisten die Doku „Raving Iran“ im „Thalia“ vor. ArasAnoosh und Arash sind Techno-DJs in Teheran. Als „Blade & Beard“ organisieren sie Raves in der Wüste – und leben gefährlich. Mit hohen Strafen muss im Iran bereits rechnen, wer nur elektronische Musik hört, geschweige denn auflegt. Eines Tages erhalten die Mittzwanziger eine Einladung zur Streetparade in Zürich. Dort feiern sie eine Megaparty und müssen sich entscheiden: In Zürich bleiben oder in die Heimat zurückkehren?

Von Ricarda Nowak

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