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Potsdam Florale Schätze freigelegt
Lokales Potsdam Florale Schätze freigelegt
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20:11 10.02.2017
Freigelegt: Solche floralen Motive waren in der Pfingstkirche seit den 1950er Jahren übertüncht. Quelle: Bernd Gartenschläger
Nauener Vorstadt

Die Dame hieß Roswitha Elisabeth Else Nöthling. Viel mehr als der Name und die Tatsache, dass sie in Westdeutschland lebte, ist über sie nicht bekannt. Nur eine Sache noch: Dass sie sich den Kirchen in Potsdam und in kleinen Orten auf dem Gebiet der DDR sehr verbunden fühlte. Ihr Nachlass, so verfügte sie es vor ihrem Tod, sollte diesen Gotteshäusern zugute kommen. Was sie dazu bewogen hatte, ist nicht überliefert.

Heidi Gerber von der Deutschen Stiftung Denkmalschutz (2.v.r.) und Ines Koch vom Ortskuratorium der Stiftung (r.) übergaben den symbolischen Spendenscheck an Pfarrer Stephan Krüger. Quelle: Bernd Gartenschläger

Mit 13 888 Euro aus dem Nachlass wird die Innenraumrestaurierung der Pfingstkirche an der Großen Weinmeisterstraße gefördert. Dank dieser Summe und weiteren Spenden unterstützt die Deutsche Stiftung Denkmalschutz (DSD) die Arbeiten. Am Freitag übergaben Stiftungsmitarbeiterin Heidi Gerber und Ines Koch vom DSD-Ortskuratorium einen Spendenscheck über 16 500 Euro an Pfarrer Stephan Krüger. In der Summe enthalten sind 2612 Euro an Spenden, die auch aus einem Benefizkonzert stammen. Heidi Gerbers Schwiegervater – der Organist Gotthard Gerber – hatte im Sommer in der Kirche gespielt. Fast tausend Euro kamen zusammen.

Die Westwand ist schon teilweise fertig – inklusive der farbenprächtigen Fenster. Quelle: Bernd Gartenschläger

In der Pfingstgemeinde hofft man, dass der Innenraum pünktlich zu einem Höhepunkt im Gemeindeleben fertig wird: „2019 jährt sich die Weihe der Kirche zum 125. Mal“, sagte Pfarrer Krüger. Auf 600 000 Euro belaufen sich die Gesamtkosten für die Arbeiten im Kircheninneren – unter anderem inklusive einer neuen Heizung. An der Westwand gewinnt man schon jetzt einen Eindruck vom künftigen Erscheinungsbild des Raumes: Jahrzehntelang waren die Wandmalereien unter weißer Tünche verborgen. Jetzt ranken sie sich wieder in voller Schönheit empor.

Florale Motive und das so genannte „Tatzenkreuz“ verleihen dem Raum große Lebendigkeit. Auf die Frage, weshalb man diesen Wandschmuck in den 1950er Jahren einfach übermalte, hat Pfarrer Krüger eine einleuchtende Antwort: „Die damalige Einstellung war es, dass der Fokus allein auf der Andacht liege sollte.“

Einer der Hingucker in der Kirche. Quelle: Bernd Gartenschläger

Derzeit sind die Restauratoren an der Ostwand beschäftigt. Die bunt bemalten Fenster sind noch zwei Wochen in der Restaurierungswerkstatt. Die Arbeiten an dem 25 Quadratmeter großen Wandstück schlagen mit 25 000 Euro zu Buche.

Die Pfingstkirche wurde 1894 unter Schirmherrschaft von Kaiserin Auguste Viktoria gebaut. Letztere hieß im Volksmund „Kirchenguste“.

Von Ildiko Röd

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