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Potsdam „Flüchtlinge Willkommen“ startet in Potsdam
Lokales Potsdam „Flüchtlinge Willkommen“ startet in Potsdam
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19:57 29.01.2016
Susanne Bruch (25) von „Flüchtlinge Willkommen“. Quelle: Initiative
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Potsdam

Am Anfang stand eine schöne Idee: Statt in Massenunterkünften zu leben, könnten Flüchtlinge doch hierzulande in privaten Wohnraum einziehen. Also zu Familien, in Wohngemeinschaften, zu Ehepaaren oder zu Alleinerziehenden. Gedacht, getan: Im November 2014 gründeten Mareike Geiling, Golde Ebding und Jonas Kakoschke die Initiative „Flüchtlinge Willkommen“ – eine ganz spezielle Mitwohnzentrale. Wer freie Räumlichkeiten geflüchteten Menschen anbieten möchte, kann sich auf der Internetseite www.fluechtlinge-willkommen.de registrieren. Am Montag startet das mittlerweile in 17 deutschen Städten und neun Ländern etablierte Angebot in Potsdam. „Es gab schon seit längerem Anfragen für Potsdam“, berichtet Susanne Bruch, die in der Vermittlung der Initiative arbeitet.

Eine sechsköpfige Gruppe von Gesellschafts- und Wirtschaftskommunikationsstudenten der Berliner Universität der Künste wird innerhalb ihrer Abschlussarbeit zunächst als „Lokalgruppe Potsdam“ die Vermittlungen und den Aufbau lokaler Strukturen übernehmen. Hierfür erhalten sie Unterstützung vom Festangestellten-Team in Berlin.

Und so funktioniert „Flüchtlinge Willkommen“: Wer ein freies Zimmer – nicht kleiner als neun Quadratmeter und kein Durchgangszimmer – zur Verfügung stellen möchte, meldet sich auf der Internetseite an. Dabei werden Fragen gestellt, unter anderem zur Wohnsituation oder zur Zahl der Sprachen, die ein Wohnungsgeber spricht. Gesucht wird dann mit Initiativen vor Ort nach einem passenden Mitbewohner. Dabei sollen Wünsche der Wohnungsgeber – wenn beispielsweise eine alleinstehende Frau eine Geflüchtete aufnehmen will – oder ähnliche Alters- oder Berufsgruppen berücksichtigt werden, sagt Susanne Bruch.

Bislang hat die Initiative bundesweit 262 Flüchtlinge in privaten Wohnraum vermittelt. Dem gegenüber stehen rund 6000 Anmeldungen. „Die Vermittlung dauert länger als man denkt“, sagt Susanne Bruch. Denn Flüchtlinge und Wohnungsgeber müssen sich kennenlernen, werden beim ersten Treffen von ehrenamtlichen Helfern begleitet. Wie in anderen Wohngemeinschaften auch, muss zwischen den Mitbewohnern halt die „Chemie stimmen“.

„Qualität geht uns über Quantität“, sagt die 25-Jährige, die in London neben ihrem Studium ehrenamtlich mit Geflüchteten gearbeitet hat und innerhalb einer Hausaufgabenbetreuung jugendliche Migranten betreut hat. „Wir wollen Flüchtlinge nicht nur kurzfristig unterbringen, sie sollen Teil einer Wohngemeinschaft werden“, sagt Susanne Bruch.

Die Initiative bringt beiden Seiten Vorteile: Flüchtlinge finden schneller Anschluss, lernen einfacher Deutsch und können sich besser vernetzen. Die Einheimischen lernen eine fremde Kultur kennen und helfen einem Menschen in einer schwierigen Situation. Ziel sei „ein Zusammenleben auf Augenhöhe“. Auch für die Zimmermiete ist gesorgt: Dafür können kleine und Kleinstspenden gesammelt werden. In vielen Fällen übernimmt auch das Land die Mietkosten für Geflüchtete mit Aufenthaltsgestattung, -erlaubnis oder Duldungsstatus.

www.fluechtlinge-willkommen.de

Von Ricarda Nowak

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