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Flüchtlinge in Brandenburgs altem Landtag

Stadt Potsdam prüft weitere Unterkünfte Flüchtlinge in Brandenburgs altem Landtag

Der „Kreml“ genannte alte Landtag auf dem Potsdamer Brauhausberg könnte im November Flüchtlingsunterkunft werden. Laut Potsdams Sozialdezernentin Elona Müller-Preinesberger (parteilos) laufen Verhandlungen über eine zunächst auf zwei Jahre befristete Nutzung. Auch die Caligarihalle des Filmparks Babelsberg könnte zur Flüchtlingsunterkunft werden.

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Der Landtag auf dem Brauhausberg wird Flüchtlingsunterkunft.

Quelle: Bernd Gartenschläger

Potsdam. Im alten Landtagsgebäude auf dem Potsdamer Brauhausberg könnten noch im November 300 bis 470 Flüchtlinge unterkommen. Das gab Sozialdezernentin Elona Müller-Preinesberger (parteilos) am Mittwochabend im Hauptausschuss der Landeshauptstadt bekannt. Nach ihren Abgaben laufen Verhandlungen für eine zunächst auf zwei Jahre befristete Nutzung. Es „wäre eine gute Option“, sagte sie. Das im Volksmund „Kreml“ genannte Gebäude steht seit der Eröffnung des Landtagsschlosses am Alten Markt im vergangenen Jahr leer.

Mit der Fachhochschule am Alten Markt ist nach Angaben der Dezernentin ein weiteres Gebäude als Flüchtlingsunterkunft geprüft, aber verworfen worden. Grund sei eine „Schadstoffbelastung“ des um 1970 als „Institut für Lehrerbildung“ (IfL) errichteten Hauses, das 2017 abgerissen werden soll, um Platz für die weitere Rekonstruktion der historischen Innenstadt zu schaffen. Noch wird das Gebäude von der Fachhochschule genutzt, die aber bald komplett ausgezogen sein soll.

Abgesagt seien Verhandlungen über eine Umnutzung des neuen Studentenwohnheims am Horstweg 8. Laut Müller-Preinesberger gab es eine Absage des Betreibers. Zusätzliche „wohnungsähnliche“ Unterkünfte für 60 Flüchtlinge könnten ab November für fünf Jahre am Konsumhof im Industriegebiet Drewitz bereit gestellt werden. Ebenfalls im Gespräch ist die Caligarihalle des Filmparks Babelsberg. Laut Müller-Preinesberger hat die Betreibergesellschaft die Halle mit einer Kapazität von 120 Plätzen übergangsweise für fünf Monate von November 2015 bis März 2016 angeboten. Es sei eine „Option für den Winter“.

Im Gebiet der Roten Kasernen im Potsdamer Norden könnte im Juni 2016 eine weitere Unterkunft in Modulbauweise mit 150 Plätzen eröffnet werden. Die Dezernentin sagte, feste Unterkünfte seien besser als die Leichtbauhallen, die im November an mehreren Orten in der Stadt als Unterkunft eröffnet werden sollen.

Möglichkeiten zur Begegnung und Information

„A place to live. Flüchtlinge Willkommen“ ist der Titel einer „Langen Nacht der Begegnungen“ an diesem Donnerstag in der Reithalle des Hans-Otto-Theaters in der Schiffbauergasse. Beginn ist um 18 Uhr, der Eintritt frei.

Die Flüchtlingsmannschaft „Welcome United 03“ des SV Babelsberg 03 trifft am Sonntag um 14 Uhr auf dem Stern-Sportplatz, Newtonstraße 8, in der Kreisklasse C auf die dritte Mannschaft von Fortuna Babelsberg.

Anwohner des Freiland-Geländes, Friedrich-Engels-Straße 22, werden am Montag um 18 Uhr in der Turnhalle der Comenius-Schule, Am Brauhausberg 10, über die geplante Unterbringung von Flüchtlingen informiert.

Weitere Informationsveranstaltungen zu neuen Flüchtlingsunterkünften: Mittwoch, 18 Uhr im Bürgertreff Neu Fahrland, Am Kirchberg 51; Donnerstag, 18 Uhr, in der Turnhalle der Grundschule „Am Priesterweg“, Oskar-Meeßter-Straße 4-6.

Die Stadt rechnet mit weiter wachsenden Flüchtlingszahlen. Erst in der vergangenen Woche wurde die Anzahl der Menschen, die in diesem Jahr in der Not nach Potsdam kommen, auf 1600 nach oben korrigiert. Mittlerweile wird fast jede Möglichkeit zur Unterbringung von Menschen geprüft. Die Biosphärenhalle verwarf man wegen technischer Probleme: Der Brandmelder ist dort, wie Müller-Preinesberger mitteilte, direkt mit der Sprinkleranlage verbunden.

Von Volker Oelschläger

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