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Potsdam Ein Transporter voller nützlicher Dinge
Lokales Potsdam Ein Transporter voller nützlicher Dinge
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17:41 28.08.2015
Katja Nieschulze (l.) von der Berliner Volksbank und Anastasia Batuyeva, Leiterin der Awo- Wohnanlage in Bornim, verteilen die Spenden an die Flüchtlinge. Quelle: Christel Köster
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Bornim

Praktische Hilfe für Flüchtlinge kann ganz einfach sein. Diese Erfahrung machen immer mehr Potsdamer, die sich angesichts der vielen geflüchteten Menschen, die in die Stadt kommen, fragen, was sie selbst tun können, um Hilfsbedürftige zu unterstützen. Private Initiativen sind willkommen, sagt Angela Basekow, Chefin der Potsdamer Arbeiterwohlfahrt (Awo), welche die Asylbewerber-Unterkunft am Lerchensteig betreibt, sollten aber vorher abgesprochen werden. Eine einfache Anfrage bei den Betreibern der Unterkünfte oder bei eigens für die Flüchtlingshilfe eingerichteten Koordinierungsstellen reicht aus.

In der Bornimer Asylbewerber-Unterkunft hat man gute Erfahrungen mit engagierten Bürgern gemacht. Katja Nieschulze ist nicht zum ersten Mal da. Die Kundenbetreuerin der Berliner Volksbank hat seit längerem geschäftlich mit der Awo zu tun. „Eines Tages habe ich einfach mal gefragt, ob etwas benötigt wird“, erzählt sie. Wurde es. Also packte sie kurzerhand zusammen, woran es den Flüchtlingen in Bornim fehlte. Privat sprach sie einige Kollegen an. Auch die spendeten: aussortiertes Spielzeug, Kinderkleidung, Hygieneartikel. Im Februar brachten sie mit drei Autos vorbei, was zusammengekommen war.

Wie kann man helfen?

Fahrrad-Zubehör wird derzeit am Lerchensteig benötigt, insbesondere Helme und Schlösser. Aber auch andere Utensilien für die Fahrradwerkstatt, die Nähstube, den Biogarten, die Kinderbetreuung und den Sportraum sind gefragt. Der genaue Bedarf kann bei der Awo erfragt werden.

Bedarfslisten veröffentlichen auch andere Potsdamer Flüchtlingsinitiativen, so zum Beispiel die Neuen Nachbarschaften in Potsdam-West.

Flüchtlingshilfen koordiniert die Servicestelle Tolerantes und sicheres Potsdam (Tosip) im Rathaus. mck

An diesem Donnerstag ist Katja Nieschulze wieder da – mit zwei vollgepackten Transportern. In der Firma hatte sich die Nachricht verbreitet, dass sie Sachspenden für Flüchtlinge sammelt. Viele Kollegen wollten einsteigen, sehr viele. „Die Volksbank stellte uns eine alte Geldschleuse als Lager zur Verfügung“, berichtet Nieschulze. Sie hatte im Vorfeld bei der Awo abgefragt, was genau aktuell helfen könnte. Dann wurde acht Wochen zusammengetragen.

„Fünfzig Kartons Geschirr haben wir dabei“, so die Bank-Angestellte, „Teppiche und Badvorleger für die Sanitärräume, Decken und Kleidung“. Hinter ihr wird gerade ein Kinderwagen ausgeladen, und eine junge Mutter nimmt diesen strahlend entgegen.

Im Beet daneben zupft Mark Lorenz Unkraut. Der Potsdamer Software-Entwickler lebt in Bornim und hatte am Dienstag seine Hilfe angeboten. „Ich habe Urlaub und wollte etwas Sinnvolles tun“, beschreibt er seine Motivation. Gemeinsam mit seiner Frau Anne wurde er zur Gartenarbeit eingeteilt. „Aber ich hätte auch alles andere gemacht.“ Angela Basekow ist dankbar für solches Engagement. „Alles ist möglich“, so Potsdams Awo-Chefin, „wir haben auch immer was.“

Von Marcel Kirf

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