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"Flugschiff"-Plastik soll Parkhauswand zieren

Neue Plätze für demontierte Kunstwerke aus der Innenstadt "Flugschiff"-Plastik soll Parkhauswand zieren

Die Stadt Potsdam holt DDR-Kunst aus dem Depot in den öffentlichen Raum zurück. Mit dem "Flugschiff" von Peter Rohn, der "Transparenten Weltkugel" von Günter Junge und der Sandsteinskulptur "Die sieben Raben" von Rudolf Böhm sollen im kommenden Jahr drei zeitweise demontierte Kunstwerke wieder aufgebaut werden.

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Die Skulptur "Flugschiff" wurde im September 2009 vom später abgerissenen Haus des Reisens abmontiert.

Quelle: Bernd Gartenschläger

Potsdam. Das kündigte Bianka Peetz-Mühlstein vom Kulturamt am Donnerstagabend im Kulturausschuss an. Die 1987 geschaffenen "Sieben Raben" sollen nach einem Werkstattaufenthalt wieder auf ihren Stammplatz an der Ecke der Straßen Zum Teufelssee/Am Schlangenfenn im Wohngebiet Waldstadt II, den sie laut Peetz-Mühlstein wegen Baumaßnahmen zeitweise räumen mussten.

"Flugschiff" und "Weltkugel" hingegen mussten der Neugestaltung der Innenstadt weichen und bekommen neue Plätze in der Schiffbauergasse und auf dem Gelände des Oberstufenzentrums am Ulanenweg. Das nach einem Entwurf von Peter Rohn in der Werkstatt von Christian Roehl gebaute, 4,50 mal neun Meter messende "Flugschiff" schmückte seit 1974 die Seitenwand des Hauses des Reisens an der Ecke Yorck-/Friedrich-Ebert-Straße. Im September 2009 wurde das Wandobjekt abmontiert, später fiel das Haus.

Schon kurz nach dem Abbau gab es mehrere Vorschläge für einen neuen Platz. Die einen empfahlen eine Anlandung auf dem Luftschiffhafen, andere liebäugelten mit dem Großflughafen Berlin-Schönefeld, das Sparkassengebäude an der Ecke Staudenhof/Platz der Einheit war ebenso im Gespräch wie später die weiße Wand des neuen Bildungsforums zur Friedrich-Ebert-Straße. Favorisiert wurde beizeiten die dem Theater gegenüber stehende Wand des Parkhauses in der Schiffbauergasse. Dass es noch Jahre dauern sollte, bis das "Flugschiff" dort tatsächlich einschwebt, lag am aufwendigen Genehmigungsprozedere und an Finanzierungsfragen, die jetzt offenkundig geklärt sind. Auch der Neuaufbau der 1977 geschaffenen "Transparenten Weltkugel" mit der berühmten Feuerbachthese von Karl Marx als Äquator auf dem Hof des Oberstufenzentrums war schon länger geplant und allein aus Finanzierungsgründen aufgeschoben.

Der Kulturausschuss bestätigte am Donnerstag einen Antrag der Linken, nach dem die Stadt bis zum Januar 2014 eine Übersicht über alle Kunstwerke aus dem städtischen Raum vorlegen soll, die zur Zeit deponiert sind und deshalb nicht öffentlich gezeigt werden können. Eine Dokumentation öffentlich aufgestellter Kunstwerke in Potsdam ist bereits auf www.potsdam.de über den Stichwortpfad Kultur, Kunst/Literatur und KunstRaum zu finden.

Von Volker Oelschläger

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