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Potsdam Folcini trifft... Klaus Kinski
Lokales Potsdam Folcini trifft... Klaus Kinski
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20:04 22.11.2016
Nein, das ist nicht Kinski, sondern Folcini: Der Babelsberger Künstler lädt zu einer fünf Tage dauernden Kinski-Ausstellung ins Kunsthaus Sans Titre ein. Quelle: privat
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Potsdam

Diese Augen, dieser Mund, diese Stimme, dieser Wahnsinn! Egal, ob Edgar-Wallace-Krimi, Spaghetti-Western oder Skandal-Drama: Klaus Kinski hat Zeit seiner Karriere jeden (noch so durchschnittlichen) Film zu einem außergewöhnlichen Ereignis erhoben, durch seinen hypnotischen Blick, durch sein eindringliches Agieren.

Am 23. November 1991 starb der stets zwischen Genie und Wahnsinn pendelnde Schauspieler (bekannteste Filme: „Neues vom Hexer", „Fitzcarraldo“, „Nosferatu“) im Alter von 65 Jahren. Am Mittwochabend steigt an seinem 25. Todestag ihm zu Ehren eine kleine, aber feine Sause im Kunsthaus Sans Titre. Die Vernissage steht unter dem Motto „Folcini trifft... Kinski“. Der Babelsberger Maler, Regisseur und Drehbuchautor Fredo Folcini präsentiert Bilder, die Kinskis markante, oft fotografierte Gesichtszüge zeigen – und auch wieder nicht, weil die Fotografien von vielen Farbschichten berührt werden, sich verstecken, durchscheinen.

Warum Klaus Kinski Kunstobjekt? „Seitdem ich den ersten Edgar-Wallace-Film mit ihm gesehen habe, fand ich den toll. Er ist nicht mein Vorbild, aber immer mein Idol gewesen“, erzählt Folcini, der einst seinen Bobtail nach dem Schauspieler-Berserker benannt hatte. Und Folcini (der einst als Neuling auf dem Kunstmarkt seine „Bilder für Millionen“ verticken wollte) wäre nicht Folcini, wenn er einfach die Planen von seinen Arbeiten herunter zöge und, et voilá, wären die Ausstellung eröffnet. Zu langweilig!

Kinski soll auf mehreren Ebenen anwesend sein, nicht nur optisch, auch akustisch. Vielleicht spielt der Mittfünfziger Tonbandaufnahmen mit irrwitzigen Ausrastern Kinskis (man erinnere sich an die Publikumsbeschimpfung bei der „Jesus Christus Erlöser“-Uraufführung) ab, vielleicht liest er aus Kinskis Autobiografie. Besucher sollen sich überraschen lassen. Als spezieller Gast wird jedenfalls Theaterschauspieler Michael Schweighöfer, Vater von Kinostar Matthias, erwartet.

Seitdem Pola Kinski in ihrem Buch „Kindermund“ den sexuellen Missbrauch durch ihren Vater beschrieb, sehen viele Kinski-Fans den Schauspieler kritisch. „Das Buch ist zwanzig Jahre nach seinem Tod erschienen. Gegen diese Vorwürfe wehren kann er sich nun nicht mehr“, kommentiert Folcini. Dieses Gebiet ist heikel.

Lieber redet der Babelsberger über den allgemein bekannten Kinskischen Irrsinn. „Alle guten Kreativen haben ja ’ne Macke. Und er hatte, was ich auch habe, diesen Größenwahn.“ Folcini lacht breit. Seine Bilder hängen nur fünf Tage, bis kommenden Montag, im „Sans Titre“. Dann zieht die Show, pardon Schau, weiter: nach Mailand, Lissabon, Berlin. Und nach Rom, in eine winzige Galerie in der Via Appia. „In der Straße hat Kinski gewohnt!“, freut sich Folcini über seinen gelungenen Coup.

Kunsthaus Sans Titre, Französische Straße 18, Vernissage am 23. November um 18.30 Uhr, 24.-28.November 14 bis 19 Uhr.

Von Ricarda Nowak

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