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Kein Verkehrsproblem in Krampitz

Neuer Stadtteil für Potsdam: Untersuchung zur Luftbelastung blieb aus Kein Verkehrsproblem in Krampitz

Nach Aussage der Stadt steht dem neuen Stadtteil Krampnitz in Potsdams Norden nicht mehr viel im Weg. Die Untersuchungen zu Lärm- und Luftbelastung durch den neuen Standort fielen laut Dirk Volkmann, Mitarbeiter im Bereich Verkehrsentwicklung, positiv aus. Aber: In den unmittelbar angrenzenden Stadtteilen blieben Untersuchungen zur Luftbelastung aus.

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Hier soll Potsdams neuer Stadtteil entstehen.
 

Quelle: Lutz Hannemann

Potsdam.  Der Ausbau der ehemaligen Kaserne Krampnitz zu einem Wohngebiet für 3800 Menschen wird nach Einschätzung der Stadt „keine wesentliche Verschlechterung“ der angespannten Verkehrssituation in Potsdams Norden mit sich bringen. Das geht laut dem Baubeigeordneten Matthias Klipp (Grüne) aus einer vom Entwicklungsträger Krampnitz in Auftrag gegebenen Studie hervor. Drei Büros haben die Untersuchung durchgeführt. Ihre Analyse zeigt laut Klipp, dass die „relevanten Knotenpunkte der nördlichen B 2 überwiegend ausreichend leistungsfähig sind“. Stauen würde sich der Verkehr nach den Berechnungen lediglich an den Stellen, wo es heute auch schon Probleme gibt – viel schlimmer werde die Verkehrssituation durch die zusätzlichen Pendler laut Stadt aber nicht.

Die Untersuchung war der Stadt und ihrem Entwicklungsträger vom Land aufgezwungen worden. Sie war Voraussetzung dafür, dass Krampnitz überhaupt als Wohngebiet in die Landesplanung aufgenommen werden kann.

Die Büros kommen außerdem zu der Einschätzung, dass es für den Verkehr in Potsdam günstiger sei, ein neues, großes Wohngebiet zu entwickeln, als viele kleinere Wohnprojekte verteilt in der Stadt.

Im Rahmen der Untersuchung musste auch ein Konzept für die individuelle und öffentliche Verkehrsanbindung des neuen Stadtteils Krampnitz vorgelegt werden. Dazu erklärte Bert Nicke, Geschäftsführer der Entwicklungsträger Potsdam GmbH: „In Krampnitz wird ein Geh- und Radwegnetz mit Anbindung an einen Radschnellweg geschaffen.“ Zudem werde der öffentliche Personennahverkehr mit Bus- und Tramverbindungen weiter ausgebaut.

Betrachtet man die Untersuchungen zur künftigen Schadstoffbelastung durch den neuen Stadtteil, klafft eine Lücke. Untersucht wurde lediglich der Bereich der Innenstadt – die Auswirkungen auf die direkt angrenzenden Stadtteile Fahrland und Groß Glienicke fehlen. Fahrlands Ortsvorsteher Claus Wartenberg dazu: „Wir haben uns im Ortsbeirat mehr als einmal gewünscht, dass eine solche Untersuchung durchgeführt wird. Wenn jetzt über die Ketziner Straße eine Umleitung führt, dann finden die Leute, die dort wohnen, das sehr wohl belastend.“ Die Stadt rechtfertigte das Fehlen einer solchen Untersuchung in Fahrland damit, dass es dort keine Schluchtenbebauung gebe, viele Häuser nicht unmittelbar an der Straße stehen und außerdem über einen Garten verfügen. Die Luft könne dort gut abziehen, heißt es.

1 700 neue Wohnungen im Potsdamer Norden

150 Hektar soll das neue Wohn- und Geschäftsviertel in Krampnitz umfassen.

1 700 Wohnungen in historischen, denkmalgeschützten Häusern sowie zahlreichen Neubaubereichen sollen in Krampnitz entstehen. Für die Realisierung der Pläne ist ein Zeitrahmen von etwa zehn Jahren vorgesehen.

680 Millionen Euro beträgt das private Investitionsvolumen der Entwicklungsmaßnahme nach heutigem Stand.

Für Bus- und Bahnfahrer sollen attraktive Umsteigemöglichkeiten ab Krampnitz geschaffen werden. Pendler bekommen mit der Schaffung zusätzlicher Parkplätze die Möglichkeit vom Auto auf den ÖPNV umzusteigen.

Von Josephine Mühln

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