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Lokales Potsdam Volkspark Potsdam bleibt gebührenpflichtig
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00:35 26.03.2018
Bislang gilt im Volkspark Potsdam ein Eintritt ab sechs Jahren. Ab Juli könnten auch Besucher bis 18 Jahre davon befreit sein. Quelle: Bernd Gartenschläger
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Potsdam, Bornstedter Feld

Die Stadtverwaltung Potsdam lehnt einen generell freien Parkeintritt für den Volkspark im Bornstedter Feld ab. Nun wird allerdings die Abschaffung des Eintritts für Kinder- und Jugendliche bis 18 Jahren gesondert geprüft.

Stadt: Freier Eintritt würde zu Qualitätsverlusten führen

Thomas Schenke, kommissarischer Leiter des Fachbereichs Grün- und Verkehrsflächen, begründete ein Festhalten am Eintritt am Mittwochabend im Finanzausschuss mit damit verbundenen steuerlichen Effekten. „Der Volkspark ist vom Finanzamt als sogenanntes Dauerverlustgeschäft bestätigt, wodurch wir bei der Vorsteuer sparen. Dieser Vorteil würde wegfallen“, sagte Schenke. Neben entgangenen Eintrittsgeldern von geschätzten 173 000 Euro jährlich würde ein freier Eintritt die Stadt dadurch noch einmal gut 200 000 Euro zusätzlich kosten. „Dieses Geld steht nicht zur Verfügung. Der freie Parkeintritt würde deshalb zu erheblichen Qualitätseinbußen bei der Unterhaltung des Volksparks führen“, sagte Schenke.

Freier Eintritt eventuell für Kinder und Jugendliche

Die Fraktion „Die Andere“ hat ihren Antrag allerdings bereits modifiziert und zielt nun vor allem darauf, dass der Volkspark zumindest für Kinder und Jugendliche bis 18 Jahren kostenfrei wird. Der Jugendhilfeausschuss hat dieser Variante bereits zugestimmt. Jetzt hat sich der Finanzausschuss dafür entschieden, die Kosten dieser Variante zumindest noch einmal gesondert prüfen zu lassen, da dann der steuerliche Vorteil nicht wegfallen würde. Bis zur Juni-Sitzung soll ein Ergebnis vorliegen. Der Ausschussvorsitzende Pete Heuer (SPD) verständigte sich mit Annina Beck (Die Andere) auf den Termin, damit je nach Prüfergebnis der kostenlose Eintritt für Minderjährige noch zum 1. Juli 2018 – pünktlich zum Beginn der Sommerferien – beschlossen werden könnte.

Sabine Tischendorf, sachkundige Einwohnerin der SPD, gab zu bedenken, dass bei der Prüfung auch die Auswirkungen auf Gruppen- und Familienkarten beachtet werden sollten. „Da wird es Verschiebungen geben, wenn Kinder keinen Eintritt mehr zahlen müssen“, sagte Tischendorf. Tatsächlich würden Gruppenkarten für Schul- und Hortgruppen, die derzeit 12 Euro kosten, dann überflüssig. Auch die kleine und große Jahreskarte für Familien würden obsolet werden, da Eltern und Großeltern mit einfachen Jahreskarten Geld sparen würden. Derzeit ist der Volkspark für Kinder bis zum sechsten Geburtstag frei. Der Eintritt beträgt ermäßigt 50 Cent und regulär 1,50 Euro.

Von Peter Degener

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