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Potsdam „Freiland“-Gründer wechselt zur AWO
Lokales Potsdam „Freiland“-Gründer wechselt zur AWO
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09:38 27.10.2016
Die beiden „Freiland“-Geschäftsführer Dirk Harder (r.) und Co-Geschäftsführer Achim Trautvetter bei der Eröffnung 2011. Quelle: B.G.
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Überraschende Personalie in der Potsdamer Jugend- und Kulturszene: „Freiland“-Geschäftsführer und -Gründer Dirk Harder (48) verlässt das soziokulturelle Zentrum in der Friedrich-Engels-Straße zum Jahreswechsel, wie er gegenüber der MAZ bestätigt. Er werde ab 2017 im Potsdamer Bezirksverband der Arbeiterwohlfahrt (Awo) tätig sein. Er wolle sich mit dem Wechsel zum Wohlfahrtsverband und damit in den Sozialbereich nach vielen Jahren in der Jugendarbeit „einer neuen Herausforderung widmen“, sagt Harder, seit drei Jahrzehnten Potsdams engagierter „Berufsjugendlicher“. Schließlich, sagt er, werde er im nächsten Jahr im Dezember 50. „Da ist es Zeit für einen Wechsel“.

30 Jahre in der Jugendarbeit

Vor 30 Jahren begann der gelernte Steinmetz als kulturpolitischer Mitarbeiter bei den Staatlichen Kulturhäusern der Stadt im Jugendclub „Otto Nagel“. Nach der Wende hob er den Stadtjugendring, die Dachorganisation aller Potsdamer Jugendverbände, mit aus der Taufe und leitete ihn mehrere Jahre. Der Bau der Jugendherberge in der Schulstraße geht auf seine Initiative zurück – ebenso die Eröffnung des „Freilands“ im Jahr 2011 auf dem Gelände des ehemaligen Wasserbetriebs.

Die politisch umstrittene Idee eines selbstverwalteten Jugendkulturzentrums war als Reaktion auf die von Jugendprotesten begleitete schwere Krise der Kulturszene 2008 entstanden. Damals waren Lindenpark und Waschhaus insolvent. Der Jugendclub „Spartacus“ wurde geschlossen. Er fand eine neue Bleibe im von Stadt und Stadtwerken unterstützten „Freiland“. Es ist in Trägerschaft der eigens gegründeten Cultus Unternehmensgesellschaft, deren Gesellschafter und Geschäftsführer Dirk Harder und Achim Trautvetter sind. Trautvetter wird das „Freiland“ künftig allein führen. „Wir sind gut aufgestellt, für das Freiland wird es keine Einschnitte geben“, sagt Harder. Gesellschafter bei Cultus werde er bleiben.

Von Marion Kaufmann

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