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Freiland und Spartacus-Klub feiern Jubiläen

Soziokulturelle Jugendszene in Potsdam Freiland und Spartacus-Klub feiern Jubiläen

Das Freiland an der Friedrich-Engels-Straße feiert dieser Tage seinen fünften, der dortige Jugendklub Spartacus seinen zehnten Geburtstag. Im Mai 2011 wurde Potsdams, inzwischen größtes selbstverwaltetes, Kulturzentrum auf dem alten Gelände Wasserbetriebes eröffnet. Etwa 80 000 Besucher nutzen die Angebote pro Jahr.

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Die beiden Freiland-Chefs Achim Trautvetter (l., mit Tochter Jamila) und Dirk Harder.

Quelle: Christel Köster

Teltower Vorstadt. Im Sommer soll im soziokulturellen Zentrum Freiland an der Friedrich-Engels-Straße mit dem Ausbau von sechs Band-Proberäumen begonnen werden. Die Genehmigungsverfahren seien langwierig gewesen, der Bau werde wohl „sehr kompliziert“, sagte Freiland-Betreiber Dirk Harder zur MAZ. Ursprünglich hatten die von Nachwuchsbands dringend benötigten Proberäume schon vor Jahren eingerichtet sein sollen. Erst fehlte Geld, dann verzögerten sich Verfahren.

Dieser Tage feiert das Freiland seinen fünften, der dortige Jugendklub Spartacus seinen zehnten Geburtstag. Im Mai 2011 wurde Potsdams – inzwischen größtes selbstverwaltetes – Kulturzentrum auf dem alten Gelände Wasserbetriebes eröffnet, entstanden mit Unterstützung der Stadtwerke. In den Jahren davor hatte die hiesige Jugendkulturszene dramatische Rückschläge erfahren müssen: Waschhaus und Lindenpark meldeten 2008 fast gleichzeitig Insolvenz an. Auf die Schließung des alten Spartacus-Klubs in der Schlossstraße und der Skaterhalle in der Kurfürstenstraße folgten Demos. „Ohne den Spartacus gäbe es das Freiland nicht, der Klub ist bis heute das Herzstück“, sagte Achim Trautvetter. Er hatte mit Harder die gemeinnützige Unternehmergesellschaft Cultus UG gegründet, die das rund um die Uhr geöffnete Freiland betreibt. Vorbei scheinen die Zeiten, in denen „konservative Ängstlinge“ (Trautvetter) das Freiland, wie in seinen Anfängen, torpedieren wollten.

Inzwischen haben 48 feste Projekte ihr Zuhause auf dem 12 000 Quadratmeter großen Gelände gefunden. „Wir sind komplett belegt und ausgelastet“, so Trautvetter. Beispielhaft zu nennen sind die Suchtpräventionsstelle des Chill-out-Vereins, die Schulsoziarbeiter von Paragraph 13 e.V., Theater- und Sportgruppen sowie verschiedene Werkstatt- und Sprayerangebote. Bis zu 250 Ehrenamtliche halten die Projekte am Laufen. Rund 80 000 Besucher haben im vergangenen Jahr das soziokulturelle Zentrum genutzt, waren bei Konzerten, Festivals, Lesungen. 2013 waren es etwa 70 000 Gäste. Das Jahresbudget beträgt 450 000 Euro, die Stadt beteiligt sich mit 190 000 Euro. Der große Rest wird etwa über Mieten für Projekte und Veranstaltungen erwirtschaftet.

Neuester Hingucker auf dem Gelände sind zwei englische Doppeldeckerbusse. Vier Wochen bleiben sie dort und werden für ein Berliner Jugendbildungsprojekt umgebaut.

Von Ricarda Nowak

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