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Potsdam Friederich gilt als Mann der Wirtschaft
Lokales Potsdam Friederich gilt als Mann der Wirtschaft
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13:35 11.01.2018
Rechtsanwalt, Kommunalpolitiker und Potsdamer aus Überzeugung: Götz Thorsten Friederich, 55 Jahre alt.  Quelle: Friedrich Bungert
Potsdam

 „Ich lebe, arbeite und engagiere mich in dieser Stadt seit 20 Jahren. Ich fühle mich in besonderem Maße verpflichtet, denn Potsdam ist es mehr als wert.“ Mehr will Götz Thorsten Friederich (CDU) als Oberbürgermeisterkandidat nicht sagen. Näher stellt der 55-jährige Wirtschaftsanwalt sich und sein Programm erst bei einer nichtöffentlichen Mitgliederversammlung seiner Partei Mitte Januar vor: „Die Mitglieder sollen die Chance bekommen, sich ein Bild von mir zu machen und sich ihre Meinung zu bilden.“

Fraktionschef Matthias Finken jedenfalls glaubt, dass Friederich „ausgezeichnete Voraussetzungen“ für das Amt mitbringt und der „ideale Kandidat“ der CDU ist, „ein leidenschaftlicher“ . Es sei „schon lange klar“ gewesen, dass man einen Potsdamer für das Amt aufstellen muss und „dass er ein potenzieller Bewerber“ ist. Sich auf ihn festzulegen, sei „nicht schwer gefallen.“ Er halte es für „möglich“, sagte Finken der MAZ, „dass er die bürgerliche Mitte auf sich vereinigen kann.“ Innerhalb der CDU rechne er mit einer großen Geschlossenheit für Friederich. Der Ex-Stadtverordnete und langjährige Mitstreiter Wolfgang Cornelius ist „nicht überrascht“ über Friederichs Interesse an dem höchsten Amt der Stadt. Er habe mit ihm 20 Jahre lang „viele schwierige Situationen durchgestanden. Der Mann könne „mit jeder Situation umgehen“, sagte Cornelius der MAZ, sei aber auch „keiner, der zu allem Ja und Amen sagt“. Friederich sei ein „gutes Parteimitglied, aber kein Parteikarrierist. Wichtiger als die Partei ist ihm das wirkliche Leben.“

Erst einigen

Die SPD muss sich erst auf einen von drei Kandidaten einigen und will den Konkurrenten derzeit noch nicht bewerten. Fraktionschef Pete Heuer zeigte sich lediglich „froh, dass auch die CDU einen Kandidaten hat“ und freut sich auf einen „spannenden Wahlkampf“.

Linken-Fraktionschef Hans-Jürgen Scharfenberg hatte die Kandidatur erwartet. Friederich sei ein guter Kenner der Potsdamer Szene, habe in der Stadtverordnetenversammlung jedoch nie ein klares Profil gezeigt, sagte Scharfenberg der MAZ: „Er ist zu unbekannt. Und ich glaube nicht, dass es seine Stärke ist, verschiedene Positionen zusammenzuführen.“ Friederich sei „auf ein bestimmtes Klientel ausgerichtet, das man bei der CDU ansiedeln kann.“ Scharfenberg erwartet „lebhafte Diskussionen“, doch ist ihm „nicht bange vor Friederich.“

Auch die grüne OB-Kandidatin Janna Armbruster „zittert nicht“ vor Friederich. Er sei ein „achtsamer Kandidat“, ein „eloquenter Redner“ und „angenehmer Mensch“, der „hohe Wertschätzung genieße, sagte sie. Sie habe ihn nur noch nicht in Konfliktsituationen erlebt. Die Fähigkeit, Konflikte zu lösen, sei aber entscheidend für einen Oberbürgermeister. Die Kandidatur Friedrichs sei gut, „weil die Bürger nun wirklich eine Wahl haben“. Und die wird noch breiter, wenn die FDP laut Ankündigung ihrer Kreisvorsitzenden Linda Teuteberg im ersten Vierteljahr 2018 einen eigenen OB-Kandidaten vorstellt.

Von Rainer Schüler

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