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Potsdam Frittiert, mit Soße, Sahne oder Salz
Lokales Potsdam Frittiert, mit Soße, Sahne oder Salz
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14:50 13.03.2017
Insektenkoch Frank Ochmann mit seinen frittierten Spezialitäten am ersten von drei Festivaltagen an einem von mehr als 50 Ständen beim Potsdamer Street Food Festival Quelle: Friedrich Bungert
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Potsdam

Beim „Krabbelmix“ für sieben Euro rät Insektenkoch Frank Ochmann aus Berlin sich der Größe und Geschmacksintensität nach durchzuessen: erst die Mehlwürmer, dann die Schwarzkäferlarven, Mittelmeergrillen und zum Finale die Wüstenheuschrecke. Ochmanns Stand ist einer von mehr als 50 mobilen Kochstationen und Foodtrucks, also liebevoll dekorierten Imbisswagen, die noch bis Sonntag im Lustgarten beim großen Street Food Festival Station machen und Delikatessen aus aller Welt anbieten. Zur Eröffnung am Freitag stauten sich die Besucher schon am Nachmittag in Schlangen.

Alexandra und Andreas Gustavus aus Potsdam finden Ochmanns frittierte Tierchen lecker, wenn auch etwas trocken. Wie Knabbergebäck. „Auf jeden Fall etwas dazu trinken“, empfiehlt Andreas Gustavus. „Die Würmer und Larven schmecken wie Kartoffelchips mit Käsenachgeschmack“, sagen andere Besucher am Stand. Der Dixie-Country-Sänger auf der Bühne formuliert das krabbelige Geschmackserlebnis so: „Es brennt im Mund, es brennt im Schlund und am Schluss an der Rosette.“

Potsdam, 10. März 2017 – Das dreitägige Street Food Festival Potsdam im Lustgarten ist eröffnet. An mehr als 50 Ständen und Wagen verkaufen Köchinnen und Köche regionale Mahlzeiten und Getränke aus aller Welt. Das Schlemmer-Festival lockt Besucher, die Hunger, Durst und Neugier haben – etwa auf frittierte Insekten, Schokoriegel aus der Fritteuse, kubanische Fleischpfanne und koreanische Hot Dogs in schwarzem Brot.

Der ungemütliche Wind weht Schokoladennoten und Röstaromen über den Platz, Kräuterprisen und den Duft geräucherten Fleischs. Die Auswahl ist riesig: frittierte Schokoriegel, kubanische Fleischpfanne, koreanische Hotdogs in von Fischfarbe koloriertem schwarzen Brot, Pulled-Pork-Burger mit gezupftem Schweinefleisch in Barbecue-Marinade, bulgarische Strudel mit Schoko-Birne- oder Mohn-Quark-Füllung, Poffertjes, Churros, gambisches Gemüse.

Steak mit Kiwi-Soße und Meersalz vom Softball-Nationaltrainer

Der Neuseeländer Lawrence Allen serviert Steak mit einer Kiwi-Soße Salz aus seiner Heimat. Er kocht nach einem Rezept seines Stammes Ngati Porou. Das unter der Pazifiksonne getrocknete Meersalz, erklärt Allen, wird auf Manuka-Holz geräuchert, dann mischt er Kräuter unter. „Neuseeländer lieben es zu grillen. Unser Salz passt super zu gegrillten Tomaten, Gemüse und Fleisch. Die meisten Leute verbinden Rugby und Kiwis mit Neuseeland“, aber nach einem Besuch bei ihm künftig vielleicht auch Salz, sagt Allen, der auch das österreichische Softball-Nationalteam der Damen trainiert.

Rostbratwurst-Wrap mit Sauerkraut-Apfel-Chutney, Senf-Honig-Dip und Süßkartoffelchips

Ihm schräg gegenüber lehnen Bastl und Norman Gutsche aus der Futterluke ihres amerikanischen Trucks. Die Spezialität der Brüder aus Thüringen sind selbst kreierte Wraps. Zum Beispiel gibt es eine Teigtasche mit Thüringer Rostbratwurst, Sauerkraut-Apfel-Chutney, Born-Senf-Honig-Dip und Süßkartoffelchips. „Die Leute können die Köche und deren Kollegen sehen und die frische Zubereitung der Speisen“, sagen die Brüder, die jahrelang im elterlichen Kartoffelrestaurant gearbeitet haben und nun wie die anderen Standbetreiber als mobile Köche das Land bereisen.

Von Michaela Grimm

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