Volltextsuche über das Angebot:

3 ° / -3 ° Regen

Navigation:
Fritz Langs Film-Meisterwerk wird gezeigt

„Metropolis“ im Hof des Landtags Fritz Langs Film-Meisterwerk wird gezeigt

Im Rahmen der Potsdamer Kampagne „Hinter den Kulissen“ wird der Film „Metropolis“ von Fritz Lang am 5. Juni im Hof des Landtagsschlosses gezeigt. Der Klassiker von 1925/26 ist in den Babelsberger Filmstudios entstanden. Begleitet wird die Vorführung vom Filmorchester Babelsberg. Jetzt hat der Kartenverkauf begonnen.

Babelsberg 52.3875629 13.1028718
Google Map of 52.3875629,13.1028718
Babelsberg Mehr Infos
Nächster Artikel
Trauerweide vom Brauhausberg wird gefällt

Die Maschinen-Maria in Fritz Langs Film „Metropolis“.

Quelle: Stadt Potsdam

Babelsberg. Der Film gehört zu Potsdam. Seit die Bilder laufen lernten, steht der Standort für große nationale und internationale Filmproduktionen. Zu den Klassikern „Made in Potsdam-Babelsberg“ gehört der Stummfilm „Metropolis“, den der Regisseur Fritz Lang 1925/26 produziert hat. Am 10. Januar 1927 wurde er im Ufa-Palast am Zoo uraufgeführt.

„Metropolis“ gehört seit 2001 zum Unesco-Weltdokumentenerbe. Die Landeshauptstadt zeigt den Klassiker anlässlich des Unesco-Tages am 5. Juni, um 20 Uhr, open Air an einem ganz besonderen Ort – dem Innenhof des Brandenburger Landtags. Das Deutsche Filmorchester Babelsberg begleitet die Aufführung. Am Pult eines der renommiertesten Ensembles seiner Art in Deutschland steht Matt Dunkley.

Der Vorverkauf für die Veranstaltung hat bereits begonnen. Die Karten sind im Nikolaisaal Potsdam erhältlich. Ermäßigungen gelten für Schüler und Studenten. Bei Regen findet die Veranstaltung im Nikolaisaal Potsdam statt.

Zum Inhalt des Films: Im Mittelpunkt von „Metropolis“ steht die futuristische, titelgebende Stadt „Metropolis“. Ihr Erbauer, Johann Fredersen, hat als das „Hirn“ der Stadt von seinem „Neuen Turm Babel“ aus sämtliche Fäden in der Hand, die absolute Kontrolle. Für Fredersen sind Menschen nur noch Teil der Arbeitsmaschine, nur noch „Hände“, die sein Werk zur Perfektion bringen und aufrechterhalten sollen.

Die Bevölkerung von Metropolis lebt in einer streng getrennten Klassengesellschaft: die Arbeiter schuften unter der eigentlichen Stadt und wohnen in unterirdischen Massenunterkünften, wo es keine Sonne gibt und keine Freude. Die Reichen und Mächtigen residieren hoch über dem Boden von Metropolis, ihre Söhne leben ebenfalls in einer Art eigenen Stadt mit dem „Haus der Söhne“, den Universitäten, einem gigantischen Stadion und den paradiesischen „Ewigen Gärten“, wo die schönsten Mädchen „gezüchtet“ werden wie kostbare Blumen.

Im „Haus der Söhne“ lebt auch Freder, Johann Fredersens einziger Sohn. Doch eines Tages beschließt Freder, in die Arbeiterstadt hinabzusteigen, um dort die engelsgleiche Maria zu suchen, die den Arbeitern mit ihren Predigten von Liebe und Klassenlosigkeit Hoffnung schenkt. Als Freder die Lebensverhältnisse der Arbeiter sieht und Marias Predigt hört, ist er derart erschüttert, dass er sich entschließt, einer der ihren zu werden. Um Maria auszuschalten, beauftragt Johann Fredersen den Erfinder Rotwang. Dieser erschafft einen künstlichen Menschen, der die Züge Marias trägt, um zu Kampf und Zerstörung aufzurufen.

Gleichzeitig erhofft sich Rotwang, der Freder hasst, dass seines Todfeindes Sohn an der Liebe zu Marias künstlicher Doppelgängerin zugrunde gehen werde. Zunächst gelingt der Plan, von der lasziven Roboter-Maria aufgestachelt, revoltieren die Arbeiter und verwüsten die Arbeiterstadt. Als sie aber erkennen, dass durch ihre Taten die Arbeiterstadt überschwemmt wird und damit ihre Kinder in Gefahr bringen, machen sie sich wutentbrannt auf die Suche nach Maria. Gefasst wird aber nicht Maria, sondern ihre unheilbringende Doppelgängerin. Die Arbeiter verbrennen die Maschine, während Maria gemeinsam mit Freder die Kinder des Volkes rettet. Bei einem brutalen Kampf zwischen Freder und Rotwang wird der Erfinder getötet. Durch die Geschehnisse sind die Bewohner von Metropolis zunächst geeint, der Weg scheint frei für eine Welt ohne Klassenunterschiede.

Zum Filmorchester: Das Deutsche Filmorchester Babelsberg hat eine bewegte, sehr wechselvolle Geschichte, die untrennbar mit der Geschichte des Deutschen Films und des Medienstandortes Babelsberg verbunden ist. Ob als UFA-Sinfonieorchester, als DEFA-Sinfonieorchester oder als Neugründung unter dem heutigen Namen Deutsches Filmorchester Babelsberg, im Mittelpunkt stand und steht immer eins: Filmmusik, Musik, die Bilder und Menschen bewegt. 1993 neu gegründet, kehrte das Deutsche Filmorchester Babelsberg im Dezember 2007 wieder zu seinen Wurzeln an die alte Wirkungsstätte zurück, indem es seine neuen Räume für Proben, Aufnahmen und Studios auf dem traditionsreichen Gelände der Babelsberger Filmstudios bezogen hat. Zu diesem Zweck wurde das ehemalige Studio A, das Ende der 1930er Jahre für das damalige UFA-Filmorchester errichtet worden ist, restauriert und sowohl technisch als auch akustisch auf den derzeit international führenden Standard gebracht. Damit sind sowohl das Orchester als auch die Scoring Stage neben den Studio Babelsberger, dem Filmpark Babelsberg, dem Rundfunk Berlin-Brandenburg (RBB) sowie der Filmuniversität Babelsberg wieder fester Bestandteil der Medienstadt Potsdam-Babelsberg.

Weiterführende Informationen unter www.potsdam.de/hinter-den-kulissen

Von MAZ online

Voriger Artikel
Nächster Artikel
Mehr aus Potsdam
Potsdams Innenstadt - vor und nach dem Krieg

Der 14. April 1945 ist ein sonniger, warmer Frühlingstag – ein Sonnabend.  Um 22:15 Uhr ertönen die Sirenen, Bomben fallen auf Potsdam und wenig später marschiert die russische Armee in Potsdam ein. Das Stadtbild ist ein anderes geworden.

Das Protokoll zum Luftangriff: www.maz-online.de/Nacht-von-Potsdam

57811e88-cc1d-11e5-9fb5-3858ea6ed044
Babys aus Oberhavel (6)

Babys aus Oberhavel, Januar/Februar 2016

MAZab: Termine

Was geht ab? Jede Menge Events in Potsdam und im Land Brandenburg

Kinoprogramm

Alle aktuellen Filme in den Kinos von Potsdam und im ganzen Land Brandenburg