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Potsdam Frust und Gefahr rund um Bahnhof Medienstadt
Lokales Potsdam Frust und Gefahr rund um Bahnhof Medienstadt
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13:36 23.04.2017
Stau am Bahnhof Medienstadt. Quelle: Bernd Gartenschläger
Babelsberg

Lässt sich das Getümmel am Bahnübergang Bahnhof Medienstadt bändigen? – Ja, meint die Fraktion Bündnis 90/Die Grünen und hat dazu einen Antrag im Ausschuss für Klima, Ordnung, Umweltschutz und ländliche Entwicklung vorgestellt. Darin schlägt die Fraktion drei Maßnahmen vor, die dazu beitragen sollen, die Verkehrssicherheit am Bahnübergang zu erhöhen. So soll für Fußgänger und Radfahrer eine kreuzungsfreie Querung – sprich eine Brücke – über die Bahngleise geschaffen werden. Zudem soll die Großbeerenstraße im Bereich Beethovenstraße bis Bahnschranke mit Tempo 30 ausgewiesen und die Bahnhofstraße verkehrsberuhigt werden, etwa durch die Umwandlung in eine Fahrradstraße.

Jeden Morgen komme es an der Kreuzung vor dem Bahnhof Medienstadt zum „verkehrstechnischen Ausnahmezustand“, heißt es in der Begründung zu dem Antrag. Die Grünen verweisen auf das direkt an der Kreuzung gelegene Filmgymnasium mit circa 500 Schülern, von denen etliche mit dem Auto gebracht würden, sowie auf die aus Berlin und dem Umland über den Bahnhof anreisenden Studenten der Filmuniversität „Konrad Wolf“. Fußgänger, Radler und Autofahrer stauten sich bei geschlossener Bahnschranke, manchmal stünden die Autos bis zum Johannes-Kepler-Platz. Mit dem Bau der neuen Montessori-Schule an der Gagarinstraße kämen in Zukunft weitere 400 Schüler hinzu.

Stadt sieht keinen Handlungsbedarf

Eine Nachfrage bei der Polizei habe laut der Fraktion ergeben, dass am Kreuzungsbereich vor insbesondere durch den Bahnübergang eine besondere Gefährdungslage besteht. „Entgegen der Aussage der Verwaltung ist die Bahnschranke tagsüber vier bis fünf Mal pro Stunde geschlossen – auf Grund von eingeschobenen Lastzügen oder einzelnen Loks, die zusätzlich zu den planmäßigen Zügen mit Höchstgeschwindigkeit durchrasen.“ Selbst Kontrollen und empfindlich hohe Geldstrafen würden nicht verhindern, dass Passanten die Gleise immer wieder trotz geschlossener Schranke überqueren, um schnell noch die Bahn oder den Schulbeginn zu schaffen. 2016 sei es dabei zu einem Unfall mit Personenschaden gekommen.

Die Fraktion weist außerdem darauf hin, dass Anrainer beklagen, dass viele Autofahrer vor der Schranke auffällig beschleunigen, um noch drüber zu kommen, bevor sie wieder schließt. Dies sei vor allem für die Kinder, die in der Gegend wohnen, gefährlich. Für die Anrainer bedeute das Gasgeben eine zusätzliche Lärmbelästigung. Weil viel Autofahrer an der Schranke mit laufendem Motor warten, sei auch die Schadstoffbelastung hoch. Die Fraktion schlägt daher vor, auf der Großbeerenstraße Schilder aufstellen zu lassen, auf denen die Autofahrer gebeten werden, bei geschlossener Schranke den Motor abzustellen.

Zu einer Diskussion über den umfänglichen Antrag kam es im Ausschuss nicht. Stattdessen stellte man den Antrag auf Empfehlung der Verwaltung zurück. Die Stadt habe bereits vor Jahren die Situation rund um den Bahnhof Medienstadt analysieren lassen, sagte Dieter Lehmann, Bereichsleiter Stadterneuerung. Ergebnis: Es gebe keinerlei Möglichkeiten, die Situation zu entschärfen.

Von Nadine Fabian

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