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Potsdam Führung zu Frauen, die Geschichte schrieben
Lokales Potsdam Führung zu Frauen, die Geschichte schrieben
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20:20 25.08.2017
Eine Informationstafel vor dem Werner-Alfred-Bad. Quelle: Victoria Barnack
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Potsdam

Am Alten Fritz kommt in Potsdam niemand vorbei, weder Touristen noch Einwohner. Viele Stadtführungen beschäftigen sich mit den einstigen Kaisern und Königen. Doch die Frauen, die etwas in Preußen und der Mark bewegten, bleiben dabei oft außen vor. Die Landeshauptstadt bot deshalb in dieser Woche erstmals nach vielen Jahren wieder eine Stadtführung unter dem Titel „Auf den Spuren außergewöhnlicher Frauen“ an.

Potsdams Gleichstellungsbeauftragte Martina Trauth-Koschnick organisierte den zweistündigen Rundgang. „Frauen haben in Potsdam oft genauso Geschichte geschrieben wie Männer“, sagt sie, „aber in der Geschichtsschreibung werden sie nie erwähnt.“ Mit der neuen Führung soll an sie erinnert werden. Trauth-Koschnick möchte die Frauen-Führung in der Landeshauptstadt etablieren. Sie kündigte an, sich für Rundgänge im Vier-Wochen-Takt einzusetzen. Der erste, spontane Sommerabendspaziergang am Donnerstag diente als Testlauf und war mit mehr als 20 Teilnehmern ein Erfolg.

Stadtführerin Dörthe Kuhlmey mit der Gruppe an einem der „FrauenOrte“, dem Justizzentrum in der Jägerallee. Quelle: Victoria Barnack

Stadtführerin Dörthe Kuhlmey begann den Rundgang am Luisenplatz. „An Königin Luise kommen auch die Potsdamer und Besucher, die ich normalerweise durch die Stadt führe, nicht vorbei“, erklärte sie. Frauen wie Johanna Just oder Clara Hoffbauer kommen in ihren regulären Touren jedoch höchstens am Rande vor. Insgesamt sechs Info-Tafeln weisen im gesamten Stadtgebiet auf sie und andere außergewöhnliche Frauen hin, die in Potsdam wirkten.

Seit 2010 engagiert sich die Initiative „FrauenOrte im Land Brandenburg“ für ihre Würdigung. 45 Orte zwischen Schwedt und Elsterwerda wurden seitdem mit Info-Tafeln bestückt. Vor dem Werner-Alfred-Bad in der Hegelallee steht eines davon. Es zeigt die Siemens-Tochter Käthe Pietschker, die das Volksbad nach dem Tod ihres Sohnes stiftete, die Volksbücherei in Bornstedt eröffnete und sich in einem Kinderheim und einem Genesungsheim für Kriegsversehrte engagierte.

An der blauen Info-Tafel mit grün-orangenem Logo waren die meisten Teilnehmer der Führung bisher unachtsam vorbeigelaufen. „Ohne solche Führungen geraten nicht nur die Orte, sondern auch die Frauen in Vergessenheit“, sagt Trauth-Koschnick. Neben regelmäßigen Frauen-Stadtführungen in Potsdam möchte sie nach dem erfolgreichen Testlauf nun eine Busfahrt zu „FrauenOrten“ in ganz Brandenburg im Rahmen der Frauen-Woche im März organisieren. Die Gleichstellungsbeauftragte erklärte außerdem, sich dafür einzusetzen, dass die Info-Tafeln künftig besser gepflegt und an zentralen Standorten platziert werden.

Von Victoria Barnack

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