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Potsdam Führungswechsel in der Herzkammer
Lokales Potsdam Führungswechsel in der Herzkammer
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12:22 29.07.2016
Antoinette Fuchs (l.) übernimmt die Leitung des Hauses der Begegnung von Antje Tannert. Quelle: Foto: Bernd Gartenschläger
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Waldstadt

Mit einer Herzkammer des städtischen Lebens hat Andreas Kaczynski das Haus der Begegnung in der Waldstädter Straße zum Teufelssee verglichen. Und Antje Tannert bezeichnete er als den Motor davon. „So einen Tag“, sagte der Vorsitzende des Paritätischen Landesverbandes zum Abschied der langjährigen Leiterin dieser Einrichtung, „den braucht man eigentlich nicht.“ Es sei keine Freude, „so jemanden in den Ruhestand zu schicken“.

2001 hatte die frühere Lehrerin für Russisch und Geschichte die Leitung des Hauses der Begegnung in der Gutenbergstraße 100 übernommen. Das mit hoher Förderung von Stadt und Land errichtete Haus für Behinderte und Nichtbehinderte war eines der zentralen sozialen Projekte der Nachwendezeit in der Innenstadt. Doch mit dem Aus eines Pflegedienstes als wichtigstem Gewerbemieter platzte das Konzept der Refinanzierung.

Es folgte das Aus des Trägervereins zur Integration Behinderter, die Zwangsversteigerung der Immobilie, die Suche nach einer neuen Adresse zur Rettung des Projekts. Der Umzug und die Neueröffnung des Hauses der Begegnung Anfang 2006 unter dem Dach des Paritätischen Landesverbandes als neuem Träger seien für sie die wichtigste Zeit gewesen, sagte Antje Tannert.

Kaczynski erinnerte in seiner Dankesrede an die Skepsis, die den Wechsel aus dem Zentrum an den Stadtrand begleitete. Doch Antje Tannert „war mit eisernem Willen dabei“. Sie habe „dran geglaubt“ und das Haus der Begegnung schließlich nicht nur nach dem ursprünglichen Konzept für alle Potsdamer weitergeführt, sondern auch als Gemeinschaftshaus für die Waldstadt geöffnet, die bis dahin ohne Bürgertreff war.

Zum Abschied standen die Leute Schlange, auch Oberbürgermeister Jann Jakobs (SPD) kam mit Blumen, eine Lichtbildschau mit Aufnahmen von Tanznachmittagen, Theaterabenden, Zirkeln, Sport und Feiern endete mit dem Sinnspruch „Nie geht man so ganz...“ und Antje Tannert bekannte freimütig, dass sie „im Augenblick ein bisschen überwältigt“ sei. Die 63-Jährige freut sich nun auf Zeit für den Garten und die Enkel: „Ich bin gesund, mir geht es gut“, sagte sie. Ihr Wunsch an alle Gäste war es, „dass sie dem Haus die Treue halten“. Antje Tannert warb zum Abschied für Spenden zur Neugestaltung der Homepage des Hauses mit leichter Sprache.

Ihre Nachfolgerin Antoinette Fuchs (40) hat sich seit Ende Juni mit dem Betrieb des Hauses der Begegnung mit seinen vier festen Mitarbeitern und unzähligen ehrenamtlichen Helfern vertraut gemacht. Antoinette Fuchs stammt aus Genthin, hat eine Ausbildung als Jugend- und Heimerzieherin, studierte an der Universität Potsdam unter anderem Soziologie und Erziehungswissenschaften. In den letzten Jahren arbeitete sie freiberuflich unter anderem als Erlebnistrainerin im Abenteuerpark Potsdam. Im Haus der Begegnung will sie verstärkt Angebote für Flüchtlinge und Familien etablieren. Ausbauen wolle sie die Netzwerkarbeit in der Waldstadt II.

Das Haus der Begegnung

Das Haus der Begegnung, Zum Teufelssee 30, ist montags bis donnerstags von 9 bis 17 Uhr, freitags von 9 bis 13 Uhr und zu Veranstaltungen geöffnet.

Träger der Einrichtung ist die Paritätische Sozial- und Beratungszentrum gGmbH, eine 100-prozentige Tochter des Paritätischen Landesverbandes.

Weitere Informationen im Internet auf www.hdb-potsdam.de. Kontakt per 0331/730 88 74.

Von Volker Oelschläger

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