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Potsdam Fünf Lola-Chancen für „Er ist wieder da“
Lokales Potsdam Fünf Lola-Chancen für „Er ist wieder da“
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20:03 18.08.2016
Regisseur David Wnendt ist für „Er ist wieder da“ nominiert. Quelle: AFP
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Babelsberg

 Vielleicht fliegt Oliver Masucci (47) ja mit einer feschen Lola nach Japan – auf die er für seine Rolle als wiederauferstandener Adolf Hitler hoffen darf. Am heutigen Freitagabend wird der Deutsche Filmpreis im Palais am Funkturm verliehen. Masucci ist als bester Hauptdarsteller nominiert. Anfang Juni präsentiert der Schauspieler die Bestsellerverfilmung „Er ist wieder da“ persönlich zum Kinostart in Japan. Beim Vor-Filmpreis-Interview witzelt Masucci über Hitler-Karaoke und einen Besuch in Fukushima in Führer-Montur. „Das gäbe ein großes Hallo.“

Ein großes Hallo könnte es bei der Gala geben. „Er ist wieder da“ ist fünfmal für den Deutschen Filmpreis nominiert, darunter in der Kategorie bester Film und der Babelsberger Filmhochschulabsolvent David Wnendt (38) für die beste Regie.

Hitler-Satire auf Netflix

 Hierzulande sahen rund 2,5 Millionen Kinobesucher „Er ist wieder da“. Wnendt freut sich über den Erfolg, etwa darüber, dass die Hitler-Satire auch außerhalb Deutschlands bestens funktioniert. So hat sich der US-Streamingdienst Netflix die Rechte gesichert. „Dabei gab es bei diesem Projekt sehr viele Fallstricke“, sagt Wnendt. Es sei durchaus ein Risiko gewesen, Timur Vermes’ Bestsellervorlage mit semidokumentarischen Szenen anzureichern (kongenial!) und Masucci auf eine Reise durch ein erschreckend bräunliches Deutschland zu schicken – noch bevor die Märsche der fremdenfeindlichen Pegidademonstrationen begannen, die dann noch am Filmende zu sehen sind. Rassistische und neonazistische Umtriebe häufen sich. „Plötzlich wird Kunst wieder relevant“, sagt Wnendt, der 2012 mit seinem Neonazi-Drama „Kriegerin“ die Bronze-Lola für den besten Film holte und Ende Juni seinen ersten „Tatort“ mit dem Kieler Team Axel Milberg und Sibel Kekilli dreht. Den Filmemacher ärgert, dass AfD-Politiker inzwischen ganz selbstverständlich zu Talkshows eingeladen werden. Auf den „Kulturkampf“ der AfD-Leute dürfe man nicht nur reagieren, sondern müsse eigene, positive Ideen dagegensetzen. „Das fehlt zurzeit.“

Nach der Theater- jetzt die Filmkarriere

Für Masucci ist es die erste Lola-Nominierung. „Zum Glück ist der Film so angekommen, wie wir wollten.“ Vor seiner Rolle als Gegenwarts-Hitler, der über Türken, Kochshows und das Internet staunt, war der markante Schauspieler vor allem Bühnenfans ein Begriff. Jetzt widmet sich das langjährige Ensemblemitglied des Wiener Burgtheaters verstärkt seiner Filmkarriere, dreht bald mit dem Oscar-gekrönten Regisseur Florian Henckel von Donnersmarck („Das Leben der Anderen“). Mehr darf Masucci noch nicht verraten. Für die beste Nebenrolle nominiert ist Fabian Busch (40), der in „Er ist wieder da“ den verhuschten Reporter spielt, der Hitler „entdeckt“ und auf D-Tour mitnimmt. „Ich bin wahnsinnig gerührt, die Nominierung kommt ja von den Kollegen.“

Von Ricarda Nowak

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