Volltextsuche über das Angebot:

24 ° / 12 ° wolkig
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland RND

Navigation:
Für gerechte Löhne

Mehr als 300 Potsdamer bei 1.-Mai-Demonstration Für gerechte Löhne

Für gute Arbeit und mehr soziale Gerechtigkeit, gegen Leiharbeit: Mehr als 300 Potsdamer haben am Donnerstag an der traditionellen 1.-Mai-Demonstration durch die Potsdamer Innenstadt teilgenommen. Die Teilnehmer unterstützten die Forderungen der Gewerkschaften nach sicheren Arbeitsplätzen.

Voriger Artikel
SAP Innovation Center braucht mehr Platz
Nächster Artikel
Monstercasting im Filmpark

Bei der Demo durch die Potsdamer Innenstadt.

Quelle: Christel Köster

Potsdam. Für gute Arbeit und mehr soziale Gerechtigkeit, gegen Leiharbeit: Mehr als 300 Potsdamer haben am Donnerstag an der traditionellen – diesmal offenkundig bunteren und beschwingteren – 1.-Mai-Demonstration durch die Potsdamer Innenstadt teilgenommen. Die Teilnehmer unterstützten die Forderungen der Gewerkschaften nach sicheren Arbeitsplätzen mit Löhnen, „von denen man leben und die Miete bezahlen kann“, statt Werkverträgen, Mini-Jobs und Leiharbeit. Auf die Situation der Auszubildenden im städtischen Klinikum Ernst von Bergmann machte Joanna Huber, im zweiten Lehrjahr zur Gesundheits- und Krankenpflegerin, aufmerksam. Demnach werden die Azubis weit unter Tarif bezahlt. Gefordert wird eine rückwirkende Anwendung des Tarifvertrages für 2014. „Wir wollen endlich die gleiche Wertschätzung und Bezahlung wie in anderen Krankenhäusern.“

Tag der Arbeit – Tag der Solidarität: Angesichts der im Mittelmeer immer wieder ertrinkenden Flüchtlinge wurde an die Europäische Union appelliert, endlich für eine „menschenwürdige Asylpolitik“ zu sorgen. Zum Start des Demozuges auf dem Platz der Einheit gab es zaghafte Versuche, „Die Internationale“ anzustimmen, die dann nach gefühlt einer halben Strophe verebbten. Dafür erschallen „Hoch die internationale Solidarität“-Rufe. Etliche hundert Besucher zog es nach der Demo zur Mai-Feier mit Bratwurst, Live-Musik und Hüpfburg auf den Steubenplatz am Landtagsschloss.

Den zum 1. Januar eingeführten Mindestlohn nannte Brandenburgs DGB-Chef Detlef Baer einen „historischen Erfolg“, obwohl dieser unter dem „Dauerbeschuss“ der Arbeitgeber stehe. Von 8,50 Euro Stundenlohn „lebt man nicht in Saus’ und Braus’, umso verwerflicher seien die Unternehmer, die Ausnahmen suchen, um die Regelung zu umgehen. „Aber der Mindestlohn ist Gesetz, nicht irgendein Orientierungsrahmen“, so Baer. Zu Demo und Volksfest hatten Gewerkschaften sowie Linke, SPD und Bündnisgrüne aufgerufen.

Am Vorabend des 1. Mai lud die DGB-Jugend zum 15. Festival „Rhythm against Racism“ auf den Luisenplatz ein. 3000 Besucher gingen ab zur Musik der Bands Ohrbooten, Sun, Das Pack, Berlin Boom Orchestra und Krogmann.

Von Ricarda Nowak

Voriger Artikel
Nächster Artikel
Mehr aus Potsdam
9f255b6c-3fa0-11e7-8144-2fa659fb7741
Die Karikaturen des Potsdamers Hafemeister

Jörg Hafemeister karikiert seit Jahren die Potsdamer Lokalpolitik. Nun hat er immer mittwochs seinen festen Platz im Potsdamer Stadtkurier. Wir zeigen an dieser Stelle alle Karikaturen.

MAZab: Termine

Was geht ab? Jede Menge Events in Potsdam und im Land Brandenburg

Kinoprogramm

Alle aktuellen Filme in den Kinos von Potsdam und im ganzen Land Brandenburg

Potsdams Innenstadt - vor und nach dem Krieg

Der 14. April 1945 ist ein sonniger, warmer Frühlingstag – ein Sonnabend.  Um 22:15 Uhr ertönen die Sirenen, Bomben fallen auf Potsdam und wenig später marschiert die russische Armee in Potsdam ein. Das Stadtbild ist ein anderes geworden.

Das Protokoll zum Luftangriff: www.maz-online.de/Nacht-von-Potsdam