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Potsdam „Minsk“-Ruine bleibt noch stehen
Lokales Potsdam „Minsk“-Ruine bleibt noch stehen
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00:37 15.08.2015
Das Terrassenrestaurant „Minsk“ steht seit 2003 leer und verfällt. Quelle: Köster
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Potsdam

Der Abriss des ehemaligen Terrassenrestaurants „Minsk“ am Hang des Brauhausberges ist beschlossene Sache, doch die Modalitäten sind noch unklar. Stadtwerkesprecher Stefan Klotz antwortete auf MAZ-Anfrage: „Wenn wir das Areal verkaufen, wird dieser Punkt, Abriss durch die Stadtwerke oder durch den Käufer, zur Verhandlungsmasse gehören.Weitere Angaben können wir hier momentan leider nicht machen.“

Bekanntlich soll die Ruine des in den 1970er Jahren errichteten Gebäudes abgerissen werden, um Platz für eine Wohnanlage mit viergeschossigen Stadthäusern zu schaffen, die vom Grundstück des „Minsk“ bis zum Areal der alten Schwimmhalle am Brauhausberg reicht. Dieses Gebäude soll fallen, wenn das neue Sport- und Freizeitbad am Leipziger Dreieck eröffnet ist. Nach aktueller Planung soll es Ende 2016 fertig sein. Über den Verkauf des „Minsk“- Grundstücks sollen 1,5 Millionen Euro für die Finanzierung des Badneubaus eingenommen werden.

Das Terrassenrestaurant mit seinen 190 Innen- und weiteren 120 Außenplätzen wurde 1971 bis 1977 nach einem Entwurf der Architekten Karl-Heinz Birkholz und Wolfgang errichtet. Seit 2003 stand das Gebäude leer. Der Abriss war mit den Plänen für eine Badelandschaft am Brauhausberg für das Jahr 2005 bereits beschlossen. Der angekündigte Fall des Gebäudes stieß allerdings auf anhaltende Proteste. Selbst die sonst zumeist dem Barock verpflichtete Initiative „Mitteschön“ setzte sich für den Erhalt des DDR-Baus ein. Zu den alternativ vorgeschlagenen Nutzungsvarianten für das Gebäude zählten ein Jugendkulturzentrum und ein Kunsthaus.

Zuletzt legte der Landesportbund (LSB) ein Angebot vor, der das Grundstück für 1,5 Millionen Euro von der Stadt erwerben und dort nach einer Investition von weiteren 3,5 Millionen Euro für Sanierung und Umbau eine sportbetonte Kindertagesstätte eröffnen wollte. Anfang Juli gab Jugenddezernentin Elona Müller-Preinesberger jedoch bekannt, dass das Angebot des LSB in der Kita-Bedarfsplanung der Stadt nicht berücksichtigt werden konnte.

Von Volker Oelschläger

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