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Potsdam Garnisonkirche: EKD gibt 1,5 Millionen Euro
Lokales Potsdam Garnisonkirche: EKD gibt 1,5 Millionen Euro
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17:42 08.04.2016
Landesbischof Markus Dröge will Geld für den Wiederaufbau der Garnisonkirche geben, allerdings nur als Darlehen. Nun müssen die Synodalen noch zustimmen. Quelle: dpa
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Berlin/Potsdam

Sensationelle Wendung bei der Debatte um den Wiederaufbau der Potsdamer Garnisonkirche. Nun will auch die Evangelische Kirche in Deutschland (EKD) das Projekt finanziell unterstützen. Nach Informationen von MAZonline hat am Freitag Irmgard Schwaetzer in ihrer Funktion als Präses (Vorsitzende) der Synode der Evangelischen Kirche in Deutschland ein Darlehen von 1,5 Millionen Euro für die Stiftung zum Wiederaufbau der Garnisonkirche zugesagt.

Schwaetzer ist zu Gast auf der Frühjahrstagung der Synode der Landeskirche. In ihrer Rede informierte sie über den Beschluss des Rates der EKD, der Garnisonkirchenstiftung das Millionendarlehen zu gewähren. Dem müsse nur noch der Haushaltsausschuss der EKD zustimmen, so Schwaetzer.

Irmgard Schwaetzer ist die Vorsitzende des Rates der EKD. Quelle: Promo

EKD-Darlehen ist wichtiges Signal für die Landeskirche

Die finanzielle Zusage der EKD wird als wichtiges Signal für den Wiederaufbau des Turms der Garnisonkirche als Versöhnungszentrum gewertet. Vor der Rede Schwaetzers hatte bereits Landesbischof Markus Dröge erneut für den Wiederaufbau des Turms geworben. Die Evangelische Kirche Berlin-Brandenburg-schlesische Oberlausitz habe das Konzept eines Versöhnungszentrums in dem geplanten Bauwerk von Beginn an unterstützt, sagte Dröge am Freitag vor den Synodalen. Damit könne ein Ort der Auseinandersetzung mit der Geschichte und der „dringend notwendigen friedensethischen Diskussion in der Gegenwart“ geschaffen werden.

Überraschender Vorschlag: Friedenbeauftragter soll ins Kuratorium

Dröge überraschte die Synodalen zudem mit dem Vorschlag, auch den Friedensbeauftragten der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD) in das Kuratorium der Garnisonkirchenstiftung zu berufen. „Dies würde nochmals sehr deutlich machen, dass es im Versöhnungszentrum auch zentral um aktuelle Friedensethik geht“, betonte der Bischof. Bisher sind der EKD-Militärbischof und der EKD-Bevollmächtigte beim Bund und der EU Mitglieder des 15-köpfigen Kuratoriums.

Die Landeskirche will 3,25 Millionen Euro als Darlehen geben

Zur Finanzierung des Bauvorhabens sagte Dröge, es sei stets deutlich gemacht worden, dass es in der Landeskirche weder vorgesehen noch möglich sei, besondere Bauwerke mit größeren Summen zu unterstützen. Dies gelte auch für die Garnisonkirche. Deshalb werde nun ein Darlehen empfohlen. Damit würden anderen unterstützungswürdigen Projekten keine Ressourcen entzogen.

Die Kirchenleitung empfiehlt der Synode in einem Antrag, ein Darlehen in Höhe von 3,25 Millionen Euro für den Wiederaufbau des Turms der Garnisonkirche zu beschließen. Darüber will das Kirchenparlament am Samstag entscheiden.

Insgesamt stehen nun Kirchenmittel von rund 5 Millionen Euro zur Verfügung

Zusammen mit dem anvisierten Darlehen der EKD stünden dann knapp fünf Millionen Euro aus Kirchenmitteln für den Turm-Bau zur Verfügung. Dem Vernehmen nach soll zusätzlich – neben EKD und Landeskirche – nun auch der Kirchenkreis Potsdam mit ins Boot geholt werden und ebenfalls mit einer Geldsumme in das Projekt eingebunden werden. Damit wären dann alle drei kirchlichen „Player“ beteiligt.

Scharfer Protest kommt von Potsdamer Bürgerinitiative

Die Bürgerinitiative „Potsdam ohne Garnisonkirche“ protestierte am Rande der Synodentagung mit einem Infostand gegen das Bauvorhaben. In Flugblättern, die an die Synodalen verteilt wurden, hieß es unter anderem, mit dem geplanten Darlehen ignoriere die Kirche den „seit Jahrzehnten andauernden vielfältigen Widerstand der Potsdamer Zivilgesellschaft gegen die Garnisonkirche“.

Von MAZ online

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