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Garnisonkirche: Nagelkreuz soll umgehängt werden

Stiftung setzt auf Versöhnung Garnisonkirche: Nagelkreuz soll umgehängt werden

Die Stiftung Garnisonkirche geht in die Offensive: Mit der Umhängung des Nagelkreuzes – ein Versöhnungssymbol – an einen anderen Ort, soll ein neues „Friedensprogramm“ etabliert werden. Für den neuen Ort wird es einen Gestaltungswettbewerb geben.

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Noch hängt das Nagelkreuz im Torbogen an der Breiten Straße in Potsdam.

Quelle: Julian Stähle

Potsdam. Die Garnisonkirchenstiftung will ihr Friedens- und Versöhnungsprogramm stärker in den Blick rücken. Dazu soll auch das Nagelkreuz, das als Versöhnungssymbol derzeit in einem 2005 errichteten Torbogen hängt, einen neuen Ort bekommen, sagte Stiftungsvorstand Wieland Eschenburg am Sonntag. Damit soll ein „markanter und unverwechselbarer Punkt“ geschaffen werden, der auch Fragen nach der Geschichte der 1945 zerstörten und 1968 abgerissenen Kirche provoziere.

Das Nagelkreuz, das später vor dem neuen Garnisonkirchturm stehen soll, könne zu einem Treffpunkt in der Stadt werden, sagte Eschenburg. Für die Gestaltung des Ortes sei ein Wettbewerb geplant. Ziel sei auch zu zeigen, dass sich das Vorhaben der Stiftung von der historischen Nutzung der einstigen Militärkirche unterscheide, betonte Eschenburg: „Wir wollen, dass sich der Dreiklang‚ Geschichte erinnern, Verantwortung lernen, Versöhnung leben’ in den Köpfen verankert.“

Über den Wiederaufbau der Garnisonkirche wird seit Jahren gestritten

Über den Wiederaufbau der Garnisonkirche wird seit Jahren gestritten.

Quelle: Bernd Gartenschläger

Die Stiftung setzt darauf, im Herbst mit dem Bau des nach eigenen Angaben rund 38 Millionen Euro teuren Kirchturms zu beginnen. Dazu wartet die Stiftung derzeit auf die Bereitstellung von zwölf Millionen Euro Bundesmitteln. Zunächst soll eine rund 26 Millionen Euro teure sogenannte Rumpfvariante ohne Schmuckelemente und Turmhaube gebaut werden. Die evangelische Kirche stellt dafür fünf Millionen Euro Kredite zur Verfügung.

Kritiker vermuten, dass die Bau- und Betriebskosten für den Kirchturm deutlich höher ausfallen könnten, als von der Stiftung veranschlagt, und damit eine Investitionsruine in Potsdam zu entstehen drohe. Die Stiftung weist dies zurück und betont, die Kosten seien korrekt berechnet. Für den Wiederaufbau des kompletten Kirchturms fehlen derzeit weiter mehrere Millionen Euro. Über das Bauvorhaben wird seit Jahren gestritten.

Von MAZonline

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