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Potsdam Garnisonkirchen-Baustelle: Jetzt muss der breite Bohrer ran
Lokales Potsdam Garnisonkirchen-Baustelle: Jetzt muss der breite Bohrer ran
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15:52 23.04.2018
Nach wochenlangem Stopp wegen Problemen mit den Gründungsbohrungen gehen die Arbeiten an der Garnisonkirche weiter. Quelle: Bernd Gartenschläger
Innenstadt

Die am Montag wiederaufgenommenen Arbeiten auf der Baustelle des Garnisonkirchturms werden nun mit einer „geänderten Gründungsmethode“ durchgeführt, um Abhilfe für die aufgetretenen technischen Probleme mit dem Baugrund zu schaffen. Das erklärte Katharina Körting, Sprecherin der Stiftung Garnisonkirche, gestern auf MAZ-Anfrage. Kurz nach Jahresbeginn wurde wegen der Probleme einen Baustopp verhängt, der allerdings erst Mitte Februar publik wurde.

Mit größerem Kaliber durch das historische Fundament

Um die Schwierigkeiten mit dem Boden in den Griff zu bekommen, wird nun unter anderem für die Arbeiten ein breiterer Bohrer – 1,5 Meter statt einem Meter – verwendet. Zunächst soll das historische Fundament des Vorgängerbaus durchbohrt werden. Das alte Ziegelmauerwerk ist 3,50 Meter dick; darunter befindet sich noch eine etwa ein Meter dicke Packlage. Insgesamt sollen 38 Betonpfähle bis in 38 Metern Tiefe verankert werden, die die Fundamentplatte tragen.

Seit Montag wird an der Baustelle der Potsdamer Garnisonkirche wieder gebaut. Quelle: Argosguard

Auswirkungen auf Kosten und Zeitplan weiter offen

Eigentlich sollten die Bohrarbeiten und der Guss der Fundamentplatte bis Ende Mai erledigt sein, um dann mit dem Turm-Rohbau starten zu können. Inwieweit die Verzögerung finanzielle und zeitliche Auswirkungen hat, konnte gestern noch nicht beantwortet werden. „Das ist alles in der Prüfung“, sagte Körting.

Suspensionsgestütztes Verfahren wird nun eingesetzt

Während der vergangenen Wochen hatte man nach der richtigen Methode bei den Bohrungen gesucht. Auslöser für die Probleme waren Schwierigkeiten mit dem Bohrrohr, das man nur unter Schwierigkeiten wieder aus dem Erdreich ziehen konnte – bei einer weiteren Bohrung riss das Rohr sogar ab und blieb zum Teil in der Erde stecken.

Als Konsequenz will man nun auf ein suspensionsgestütztes Verfahren setzen. Dabei wird das Rohr nicht mehr in der gesamten Tiefe von 38 Metern verwendet, sondern stattdessen eine Suspensionsflüssigkeit. „Der Wechsel der Technologie ändert nichts am Ergebnis“, so Körting: „Am Ende werden 38 Bohrpfähle mit Bewehrung in 38 Metern Tiefe stecken, die der Grund sein werden für die Bodenplatte.“

Offizieller Baustart für den Kirchturm war am 29. Oktober. Nach brandenburgischem Baurecht muss der Turm bis 2020 fertiggestellt sein.

Von Ildiko Röd

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