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Garnisonkirche wird (zunächst) nur ein Turm

Satzungsänderung geplant Garnisonkirche wird (zunächst) nur ein Turm

Überraschung im Hauptausschuss am Mittwochabend: Matthias Dombert, Vorsitzender der Fördergesellschaft Wiederaufbau Garnisonkirche (FWG) erklärte, dass es jetzt nur noch um den Wiederaufbau des Turms gehen soll. Das Kirchenschiff sei eine Sache für spätere Generationen. Dombert will nun die Satzung der FWG dahingehend ändern lassen.

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Turm der Garnisonkirche

Quelle: Illustration/ Archiv

Innenstadt. Die Befürworter eines Wiederaufbaus der Garnisonkirche gehen auf die Kritiker zu. Der Vorsitzende der Fördergesellschaft, Matthias Dombert, sagte am Mittwoch vor dem Hauptausschuss der Stadtverordnetenversammlung, er werde den anderen Mitgliedern auf einer außerordentlichen Versammlung „schnellstmöglich“ eine Satzungsänderung vorschlagen.

Matthias Dombert ist der Vorsitzende der Fördergesellschaft Wiederaufbau Garnisonkirche

Matthias Dombert ist der Vorsitzende der Fördergesellschaft Wiederaufbau Garnisonkirche

Quelle: Sonstige

Bisher ging es laut Satzung sowohl um einen Wiederaufbau des Turms als auch des Kirchenschiffs – also den kompletten Kirchenbaus. Mit der Änderung würde ein entscheidender Kurswechsel festgeschrieben werden: „Die Frage des Schiffs und seiner Nutzung soll späteren Generationen überantwortet werden“, kündigte Dombert an. Denn: „Wir reden nur über den Turm.“ Kritiker des Wiederaufbauprojekts befürchten einen Abriss von benachbarter DDR-Architektur: Sollte das Kirchenschiff wiedererstehen, müsste das Rechenzentrum neben der Turm-Baustelle wohl weichen.

Kritiker und Unterstützer wollen alleine Bürgerdialog gestalten

Der seit Monaten vorwiegend glücklos verlaufende Bürgerdialog zwischen Befürwortern und Kritikern des Wiederaufbaus wird künftig ohne die „Complan Kommunalberatung“ ablaufen. Auch das von der Verwaltung vorgeschlagene „Bürgergutachten“ ist aus dem Rennen. „Wir schlagen einen selbstverwalteten, selbst gestalteten Dialog vor“, sagte Carsten Linke vom „Verein zur Förderung antimilitaristischer Traditionen“. Dieser Dialog soll diverse Themen- und Diskussionspunkte umfassen, beispielsweise zu den rechtlichen Rahmenbedingungen rund um das Garnisonkirchengrundstück.

Am Ende des Prozesses soll eine Bürgerbefragung stehen, erklärte Linke: „Bis zum Jahresende sollte Klarheit über die Fragestellung herrschen.“ Die Befragung selbst könnte Anfang 2017 stattfinden.

Von Ildiko Röd

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