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Potsdam Garnisonkirchen-Gegner bleiben kritisch
Lokales Potsdam Garnisonkirchen-Gegner bleiben kritisch
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11:25 12.04.2016
Standort der Garnisonkirche an der Breiten Straße. Quelle: Gartenschläger
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Potsdam


Nach der Ankündigung eines kirchlichen Millionenkredits für die Garnisonkirche will die Initiative „Christen brauchen keine Garnisonkirche“ das Projekt weiter kritisch im Blick behalten. „Wir begrüßen, dass die Synode erstmals offen über das Projekt Garnisonkirche debattierte“, erklärte die Initiative am Dienstag. Der von der Mehrheit der Synodalen getragene Beschluss enthalte Auflagen, die in die von den kirchlichen Kritikern geforderte Richtung wiesen.

Die Landeskirche halte den Weg für den Komplett-Aufbau offen

„Um des Ansehens unserer Kirche willen“ werde sich die Initiative jedoch in die Debatten über das Bauvorhaben „weiter kritisch einmischen“. Mit dem Synodenbeschluss werde der Weg für einen Turmbau geebnet, der die äußere Erkennbarkeit als Versöhnungszentrum anstrebe, aber nach den vorliegenden Planungen prinzipiell auch den Weg für eine Wiederherstellung der ganzen Kirche offen halte, betonte die Initiative. Es blieben deshalb Zweifel angebracht, ob es gelingen werde, „dass nicht einfach das Alte wiederhergestellt wird“ und dass der „architektonische Bruch den historischen Bruch sichtbar macht“.

Es gehe um das „Selbstverständnis“ der Kirche

Der Turmbau werde den seit Jahren andauernden Streit über die inhaltlichen Fragen hinter dem Projekt nicht beenden, betonte die Initiative weiter. Dieser Streit sei auch nötig, weil das Vorhaben auch eine kritische Auseinandersetzung mit dem politischen Erbe und theologischen Selbstverständnis der Kirche erfordere.

Der geplante Wiederaufbau ist unter anderem umstritten, weil die Garnisonkirche eine Kirche des preußischen Militärs war und 1933 von den Nazis zur Inszenierung der Reichstagseröffnung genutzt wurde.Die Synode der Evangelischen Kirche Berlin-Brandenburg-schlesische Oberlausitz hatte am Wochenende einen zinslosen Kredit in Höhe von 3,25 Millionen Euro für den Wiederaufbau des Turms der Garnisonkirche beschlossen. Voraussetzung für die Auszahlung ist, dass die Finanzierung des ersten rund 26 Millionen Euro teuren Bauabschnitts ohne Turmhaube und Zierelemente gesichert ist. Dafür fehlen nach Stiftungsangaben noch knapp drei Millionen Euro. Insgesamt werden für den Turmbau rund 38 Millionen Euro veranschlagt. Auch die Evangelische Kirche in Deutschland (EKD) hat inzwischen einen Kredit von 1,5 Millionen Euro für das Projekt in Aussicht gestellt.

Der Kirchenkreis Potsdam soll stärker eingebunden werden

Die Synode hat sich auch für eine bessere Vernetzung des sogenannten Nagelkreuzzentrums am historischen Standort der 1945 zerstörten und 1968 abgerissenen Garnisonkirche mit dem evangelischen Kirchenkreis Potsdam und die Beteiligung des Friedensbeauftragten der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD) an dem Projekt ausgesprochen.

Von MAZ online

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