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Gehaltserhöhung an Potsdams Klinikum

Keine Lösung für Tochtergesellschaften Gehaltserhöhung an Potsdams Klinikum

Das städtische Klinikum „Ernst von Bergmann“ in Potsdam erhöht das Entgelt für seine 1350 Mitarbeiter bis Juni 2019 schrittweise um acht Prozent. Die Regelung gilt nur für das Haupthaus, nicht aber für die Tochtergesellschaften.

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Das Klinikum „Ernst von Bergmann“.

Quelle: Foto: Bernd Gartenschläger

Potsdam. Die nichtärztlichen Mitarbeiter des städtischen Klinikums „Ernst von Bergmann“ bekommen mehr Geld. Das hat Geschäftsführer Steffen Grebner am Mittwoch im Hauptausschuss bekannt gegeben. Eine erste Erhöhung des Entgelts um drei Prozent erfolgt nach seinen Angaben zum 1. September.

Weitere schrittweise Erhöhungen sind vorgesehen zum 1. Juni 2018 um ein Prozent, zum 1. Dezember 2018 um zwei Prozent sowie zum 1. Juni 2019 um zwei Prozent. Die Regelungen betreffen nach seinen Angaben rund 1350 Mitarbeiter im Pflegebereich und in der Verwaltung des Klinikums. Die Anpassung solle „die engagierte Arbeit der Mitarbeiter wertschätzen“. Die Regelung gilt nur für das Mutterhaus, nicht aber für die Tochtergesellschaften des Potsdamer Klinik-Konzerns.

Der Geschäftsführer kritisierte erneut die Gewerkschaft Verdi. Die hatte in der vergangenen Woche gut 200 Mitarbeiter des Klinikums für eine Protestkundgebung „für bessere Arbeitsbedingungen und mehr Personal“ vor dem Rathaus mobilisiert. Das Klinikum hatte jedoch schon am Rande dieser Veranstaltung darauf hingewiesen, dass Verdi den gültigen Tarifvertrag für die nichtärztlichen Mitarbeiter nicht aufgekündigt habe, was ein erster Schritt für die Aufnahme neuer Verhandlungen wäre.

Nun habe sich die Geschäftsführung entschlossen, die Entgelte anzuheben. Der Betriebsrat habe „gegen diese Vorgehensweise ausdrücklich keine Bedenken geäußert“.

Linken-Fraktionschef Hans-Jürgen Scharfenberg fragte mit Verweis auf einen Stadtverordnetenbeschluss von 2011, wann mit der Angleichung der Tarife in sämtlichen Klinikums-Gesellschaften zu rechnen sei. Grebner verwies statt eines Termins auf eine komplexe Gemengelage mit unterschiedlichen Verhandlungspartnern bei den Tochtergesellschaften in Potsdam, Forst, Bad Belzig und Brandenburg, sowie auf die Interessen von anderen Kommunen und der Hoffbauerstiftung als Mitgesellschaftern von einzelnen diese Gesellschaften. Beim Krankenstand rangiere das Personal des Klinikums im Vergleich mit fast zwei Dutzend anderen Krankenhäusern „im unteren Drittel“.

Von Volker Oelschläger

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