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Gehwege-Offensive in Potsdam

Stolperstellen in Fahrland Gehwege-Offensive in Potsdam

Mit einem auf den ersten Blick unauffälligen Antrag hat die Fraktion Die Andere in ein Wespennest gestochen: Die Fraktion fordert, dass an drei Straßen im Potsdamer Ortsteil Fahrland die maroden Gehwege hergerichtet werden. Im Sozialausschuss entflammte daraufhin eine Diskussion über den schlechten Zustand der Bürgersteige in Potsdam allgemein.

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Nicht nur in Fahrland, im ganzen Stadtgebiet stößt der Fußgänger auf Stolperstellen.

Quelle: Alexander Beckmann

Fahrland. Mit den maroden Gehwegen im Potsdamer Ortsteil Fahrland beschäftigt sich die derzeit die Fraktion Die Andere. Die Fraktion brachte einen Antrag in den Ausschuss für Gesundheit, Soziales und Inklusion ein, wonach ein Konzept zu erarbeiten sei, wie die Gehwege im alten Ortskern schnellstmöglich in einen zeitgemäßen Zustand versetzt werden können.

Laut Antrag sind die Gehwegverhältnisse in der Priester-, der Ketziner- und der Döberitzer Straße in einem denkbar schlechten Zustand. Mitunter existiere gar keine Befestigung und Bäume stehen mitten im Weg, heißt es. An anderen Stellen gebe es zwar Wege, diese seien aber zum Teil stark beschädigt. Mit der demografischen Entwicklung sei diese Situation nicht vereinbar, schließlich seien immer mehr Menschen auf einen Rollstuhl oder Rollator angewiesen. Auch für Behinderte und Familien mit Kindern seien sichere und begehbare Wege eine wichtige Voraussetzung für eine selbstbestimmte Teilhabe am Leben in der Landeshauptstadt Potsdam.

Der Antrag, so stellte sich im Sozialausschuss heraus, ist ein Stich ins Wespennest. Kaputte Gehwege seien generell ein Problem der Stadt Potsdam, hieß es. Fahrland sei nur ein Beispiel unter vielen: „Es klemmt an allen Ecken und Enden. Wir haben in der vergangenen Zeit nur Gefahrenabwehr betrieben und sind weit weg von der planmäßigen Unterhaltung.“

SPD-Fraktionschef Pete Heuer regte an, die Anlieger der im Antrag benannten Straßen einzubeziehen, immerhin würden sie einmal an den Baukosten beteiligt werden. „Aus Erfahrung sagen die Leute dann nein, weil ihnen das eigene Portemonnaie doch näher ist als die Stolperstelle vor ihrer Tür“, so Heuer. „Wir sollten erst einmal nachfragen, ob bei den Anwohner der Wunsch überhaupt besteht.“

Sozialdezernent Mike Schubert (SPD) wandte ein, dass man um eine gewisse konzeptionelle Vorarbeit nicht umhin komme, bevor man mit den Bürgern Gespräch führt.

Der Antrag soll nun am 21.Februar in den Bauausschuss eingebracht werden. Der Fahrländer Ortsbeirat tagt am Tag darauf. Auch dort soll laut Schubert die Problematik erörtert werden.

Von Nadine Fabian

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