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Potsdam Gemeinsam gegen Barrieren im Kopf
Lokales Potsdam Gemeinsam gegen Barrieren im Kopf
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18:42 10.02.2016
Die integrative Theatergruppe präsentiert ein Mal im Jahr ein neues Stück. Quelle: Haus der Begegnung
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Waldstadt

Ein insolventer Träger zwang das Haus der Begegnung vor zehn Jahren zum Umzug. Die Umsiedlung aus der Gutenbergstraße in die Waldstadt II stand anfangs unter keinem guten Stern: Ein Objekt musste umgebaut werden, die Infrastruktur war unausgereift und der Stadtrand schien ebenfalls nicht ideal. Doch die vermeintlichen Hindernissen stellen sich am Ende als Kleinigkeiten heraus.

Unterstützung von allen Seiten

Das Haus wurde in kürzester Zeit behindertengerecht und barrierefrei umgebaut, Niederflurbusse für die Rollstuhlfahrer eingeführt und die Bürgersteige extra abgesenkt. „Die Waldstadt ist wirkliche ein super Stadtbezirk“, sagt Antje Tannert (62), Sozialarbeiterin und Leiterin der Einrichtung. Im neuen Haus schloss sich die erfolgreiche Integrationsarbeit nahtlos an, erzählt sie. „Es lief alles reibungslos. Auch die große Unterstützung der Stadt hat dazu beigetragen“, so Tannert. Darüber hinaus bestand in dem Stadtteil kein Bürgertreff für Menschen mit und ohne Handicap. Die Inklusion, also das Miteinander von Behinderten und Nichtbehinderten, lief von Anfang an gut, versichert Tannert. Im Haus der Begegnung sei das Zusammenleben selbstverständig und der Mensch stehe im Mittelpunkt. „Das Miteinander wäre auch viel einfacher, wenn im Kopf keine Barrieren mehr bestünden“, so Antje Tannert. „Ich wünsche mir, dass so ein Miteinander zukünftig überall selbstverständlich ist.“

Haus der Begegnung

Der Paritätische Wohlfahrtsverband ist Betreiber des Hauses in der Straße zum Teufelssee 30 (Waldstadt II).

19 Gruppen bieten Aktivitäten in den Bereichen Kreativität, Kunst, Kultur, Geselligkeit sowie Sport, Gesundheit und Bildung. Von Kampfkunst über die Maltechnik Enkaustik bis zur Plauderstunde ist alles dabei.

Menschen im Alter von 30 bis 90 Jahren besuchen hauptsächlich die Kurse, willkommen sind Interessenten aller Altersstufen.

Die Räumlichkeiten für bis zu 25 Personen können privat gemietet werden.

Geöffnet ist von Montag bis Donnerstag von 9 bis 17 Uhr und am Freitag von 9 bis 13 Uhr.

Zehn ehrenamtliche und fünf hauptamtliche Mitarbeiter arbeiten und unterstützen die Einrichtung bei ihren Projekten und Aktivitäten, etwa bei der 2001 gegründeten Integrationstheatergruppe, die seitdem mehr als zehn Aufführungen erfolgreich über die Bühne gebracht hat. Unter anderem auch das Stück „Hamlet“. Daneben bestehen 18 weitere Gruppen, die verschiedenste Aktivitäten bieten. So gibt es einen Englischkurs, einen Computerkurs und Stunden zum gemeinsamen Plaudern oder Singen. In jeder Gruppe sind Menschen mit und ohne Handicap, 2014 betrug der Anteil der Menschen mit Behinderung sogar 70 Prozent. Die Behinderung der Menschen bezieht sich dabei keinesfalls nur auf geistige oder körperliche Einschränkungen. In dem Haus ist jeder willkommen. Zum zehnjährigen Jubiläum veranstaltet die Einrichtung am morgigen Donnerstag von 11 bis 16 Uhr einen Tag der offenen Tür. Hier können die Besucher einen Einblick in die Arbeit des Hauses bekommen.

Mitmach-Aktionen, eine Tombola oder die Verkostung von selbst gemachten Speisen der Hobbyküche stehen auf dem Programm. Eine Ausstellung mit Werken der Encaustic-Gruppe und des Fotoklubs runden das Angebot ab.

Von Lisa Neumann

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