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Genossen sehen Kandidatur skeptisch

SPD-Mann Mike Schubert will Potsdamer Dezernent werden Genossen sehen Kandidatur skeptisch

Lange hat er gezögert, jetzt ist es raus: Mike Schubert (SPD) bewirbt sich um den frei werdenden Posten des Potsdamer Sozial-Beigeordneten. Der Fraktionschef erhält von den eigenen Genossen Unterstützung, aber auch skeptische Stimmen werden laut. Zur Hürde könnte für Schubert sein Geschlecht werden – denn bevorzugt wird eigentlich eine Frau.

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Mike Schubert (SPD) will einen Posten in der Potsdamer Verwaltung.

Quelle: Christel Köster

Potsdam. Lange machte er ein Geheimnis daraus, doch nun ist es endlich raus: SPD-Fraktionschef Mike Schubert hat sich dem Vernehmen nach um den Sozialdezernenten-Posten beworben. Die Bewerbungsfrist für die Stelle, die wegen des Ausscheidens von Elona Müller-Preinesberger (parteilos) vakant wird, läuft am 31. März aus. Zeitgleich endet auch die Bewerbungsfrist für die Nachfolge des abgewählten Baubeigeordneten Matthias Klipp (Grüne).

Von Seiten der SPD will sich derzeit niemand offiziell zu potenziellen Kandidaten äußern. Hinter den Kulissen heißt es jedoch, dass Schuberts langes Lavieren hinsichtlich seiner Bewerbung bei einigen nicht so gut angekommen sein soll. Ohnehin ist der langjährige Fraktions- und Kreischef in den eigenen Reihen nicht unumstritten. Als Nachteil könnte sich für Schubert aber letztlich ein ganz objektives Kriterium erweisen: sein Geschlecht. Viele würden als Nachfolgerin von Müller-Preinesberger – sie kam auf dem SPD-Ticket ins Amt – gerne wieder eine Frau sehen. Parteiintern hat sich die SPD zu einer 40-prozentigen Frauenquote für ihre Gremien verpflichtet. Für die Verwaltung gibt es zwar keine solchen Vorgaben. Dennoch stößt es einigen sauer auf, dass eventuell bald neben Oberbürgermeister Jann Jakobs und Kämmerer Burkhard Exner ein dritter SPD-Mann in der Rathaus-Spitze Einzug halten könnte. „Bei gleicher Qualifikation hat eine Frau ganz klar den Vorzug“, so ein SPD-Mitglied zur MAZ über seine persönliche Präferenz. Auch in der Ausschreibung werden Bewerberinnen dezidiert angesprochen: „Die Landeshauptstadt ist bestrebt, den Anteil von weiblichen Beschäftigten in Führungspositionen zu erhöhen. Bewerbungen von Frauen werden daher ausdrücklich begrüßt.“

Die erste engere Wahl – drei bis fünf Kandidaten je Beigeordneten-Posten – wird nach Ablauf der Bewerbungsfrist von Jakobs und der Rathaus-Personalabteilung vorgenommen, nachdem das Personalberatungsunternehmen Kienbaum zuvor Bewerber zu einer ersten Auswahlrunde eingeladen hat. Eine unter anderem mit Fraktionsvertretern besetzte Bewerbungskommission kürt den Favoriten oder die Favoritin für die jeweilige Stelle. Diese werden von Jakobs zur Wahl empfohlen.

Von Ildiko Röd

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