Menü
Märkische Allgemeine | Ihre Zeitung aus Brandenburg
Anmelden
Potsdam Preußen-Prinz: „Wir könnten uns hier nicht wohler fühlen“
Lokales Potsdam Preußen-Prinz: „Wir könnten uns hier nicht wohler fühlen“
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
15:55 06.11.2018
Georg Friedrich Prinz von Preußen vor der Friedenskirche, deren Instandhaltung er unterstützt. Quelle: Christel Köster
Potsdam

Georg Friedrich Prinz von Preußen lebt seit Anfang 2018 mit seiner Frau und den vier Kindern in Babelsberg.

Was gefällt Ihnen besonders an dem neuen Umfeld und gab es Anlaufschwierigkeiten?

Georg Friedrich Prinz von Preußen: Anlaufschwierigkeiten gab es nur, als es darum ging, unsere vier Kinder gleichzeitig in einem Kindergarten unterzubringen. Aber von diesem Problem, das wir mit vielen Potsdamer Familien teilen, wussten wir schon im Vorfeld und haben dank eines in der Nähe wohnenden Freundes doch noch eine großartige Lösung gefunden. Wir könnten uns hier nicht wohler fühlen. Wir genießen sowohl die ruhige Umgebung als auch die gleichzeitige Nähe zu beiden Stadtzentren. Darüber hinaus haben wir wunderbare Nachbarn.

Was fühlen Sie, wenn Sie an den vielen Gebäuden vorbeikommen, deren Bau auf die Initiative Ihrer Vorfahren zurückgeht?

Ich bin froh und stolz in so einer schönen Stadt leben zu können – auch ganz unabhängig von meiner familiären Herkunft. Ich bin sehr dankbar, dass sich die öffentliche Hand aber auch die vielen privaten Initiativen so für den Erhalt des Preußischen Kulturerbes einsetzen. Die vielen erhaltenen Häuser, Schlösser und Parks aus der Zeit der preußischen Könige sind auch stumme Zeugen dafür, dass Preußen eben doch noch etwas anderes gewesen sein muss als bloßer „Träger des Militarismus und der Reaktion“. Dass Potsdam und seine Umgebung auch als Tourismusregion massiv davon profitieren, steht außer Frage.

Sie engagieren sich als Schirmherr für die Friedenskirche – warum ist Ihre Wahl auf diese Kirche gefallen?

Als Ratsmitglied der Deutschen Stiftung Denkmalschutz setze ich mich generell für den Erhalt alter Bausubstanz ein. So stehe ich auch dem Wiederaufbau verloren gegangener Bausubstanz wie beispielsweise der Garnisonkirche äußerst aufgeschlossen gegenüber. Die Friedenskirche hat für mich eine besondere Bedeutung. Sie war eines der ersten Gebäude überhaupt, das ich nach der Wende gemeinsam mit meinem Großvater Louis Ferdinand betreten habe. Unabhängig davon ist mir die Kirche auch durch ihre Entstehungsgeschichte, ihr Aussehen und ihre besondere Lage ans Herz gewachsen. Meiner Frau ging es ähnlich. So stand für uns vor sieben Jahren auch der Ort unserer kirchlichen Trauung sehr schnell fest.

Von Ildiko Röd

Die Strom- und Gasbörsen spielen verrückt; die gestiegenen Weltmarktpreise schlagen auch auf die Potsdamer Bürger durch. Die EWP hebt die Verbrauchsgebühren an.

06.11.2018

Der Bund der Steuerzahler kritisiert das Freizeitbad Blu in seinem aktuellen Schwarzbuch wegen Steuergeldverschwendung. Hier die Vorgeschichte des Projekts.

09.11.2018

42 statt 23 Millionen Euro Baukosten: Eine Kostenexplosion beim Bau des Sport- und Freizeitbades Blu in Potsdam hat den Bund der Steuerzahler auf den Plan gerufen: Der hat das Prestigeprojekt in sein Schwarzbuch 2018 aufgenommen.

09.11.2018