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Potsdam Gesamtschule in Potsdam unterrichtet in Containern
Lokales Potsdam Gesamtschule in Potsdam unterrichtet in Containern
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07:10 26.05.2017
Die Baumaßnahmen an der Gesamtschule am Schilfhof sind in Verzug – nun sollen Container die fehlenden Räume ersetzen. Quelle: Bernd Gartenschläger
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Am Schlaatz

Für die Gesamtschule am Schilfhof sind die Würfel gefallen: Die künftigen siebten Klassen werden in Containern unterrichtet. Darüber informierte jetzt Petra Rademacher, Fachbereichsleiterin in der Stadtverwaltung, den Ausschuss für Bildung und Sport.

Wie berichtet, verursacht die in Verzug geratene Sanierung des mitten im Wohngebiet Am Schlaatz gelegenen DDR-Schulhauses einen empfindlichen Engpass: Mit dem Beginn des kommenden Schuljahres müssen die fünf siebten Klassen ausgelagert werden – seit Wochen schon hat die Stadtverwaltung ein Obdach für die Schülerinnen und Schüler gesucht und zuletzt fünf Varianten geprüft. Im Gespräch waren eine Containerschule direkt am Schilfhof, das Bürgerhaus am Schlaatz, die Baracke des Humboldt-Gymnasiums, das Oberstufenzentrum I an der Jägerallee und das neue Gymnasium an der Haeckelstraße.

Wegen der räumlichen Nähe zum Stammhaus galt die Container-Lösung als Favorit, wurde aber in der Hoffnung, eine bessere Lösung zu finden, zurückgestellt.

Das Problem: Die Container bieten statt der fünf benötigten nur drei Klassenräume. Sie stehen zudem noch am Gymnasium in der Haeckelstraße und werden laut Verwaltung auch nicht pünktlich zum Schuljahresbeginn verfügbar sein – allein für die Baugenehmigung am Schilfhof sei mit drei Monaten zu rechnen. Ein weiterer Nachteil seien die hohen Kosten von 130 000 Euro. Die Verwaltung empfahl in der April-Sitzung des Bildungsausschusses daraufhin, die Schilfhof-Siebtklässer im Gymnasium an der Haeckelstraße in Potsdam West, unterzubringen. Das ist nun vom Tisch. Zwar hätte das Gymnasium die benötigten fünf Klassenräume bereitstellen können – allerdings haben das Staatliche Schulamt und die Schilhof-Schule die Filial-Variante selbst abgelehnt. „Fünf Klassen auszulagern, geht schulorganisatorisch überhaupt nicht“, sagte Schulrat Eckhard Dörnbrack im Bildungsausschuss.

Nach der Absage habe die Verwaltung laut Petra Rademacher drei weitere Möglichkeiten in der Nähe der Schilfhof-Schule geprüft, aber auch diese verworfen. Letztlich sei man nun auch aus Zeitgründen auf die Container-Lösung zurückgekommen: „Wir müssen uns bis Monatsende entschieden haben und die Umsetzung der Container beim Kis bestellen.“ Die 130 000 Euro habe man indes schon zusammengetragen: „Der Antrag auf eine überplanmäßige Ausgabe liegt bereits beim Kämmerer.“

Das Schuljahr 2017/2018 beginnt am 4. September. Die Container können laut Petra Rademacher aber erst im Herbst versetzt werden. „Der Unterricht in der Schilfhof-Schule wird daher zeitversetzt durchgeführt“, kündigte Schulrat Dörnbrack im Bildungsausschuss an. „Das bedeutet, einige Klassen werden erst zur dritten Stunde bestellt und dann entsprechend länger in den Nachmittag hinein unterrichtet.“ Wer diese Spätschicht übernehmen wird, ist nich nicht klar. „Wir hoffen, dass das die Lösung ist und dass wir den Unterricht wieder normal laufen lassen können, wenn die Container da sind.“

Von Nadine Fabian

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