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Potsdam Geschäfte im Stern-Center bleiben zu
Lokales Potsdam Geschäfte im Stern-Center bleiben zu
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22:23 29.08.2018
Weihnachtsdeko zur Adventszeit im Stern-Center. Quelle: Friedrich Bungert
Potsdam

In den südlichen Stadtvierteln Waldstadt, Drewitz und Am Stern soll es in diesem Jahr keine verkaufsoffenen Sonntage geben. Betroffen sind auch große Einkaufszentren wie das Stern-Center, das Waldstadt-Center und das Havel-Nuthe-Center. Das wurde am Mittwochabend im Hauptausschuss bekannt.

Einen ersten verkaufsoffenen Sonntag soll es nach aktuellem Stand zur Antikmeile am 30. September in der Innenstadt im Karree Jäger-, Gutenberg-, Friedrich-Ebert- und Brandenburger Straße geben. Ein zweiter verkaufsoffener Sonntag ist am 4. November zum stadtweiten „Potsdamer Lichtspektakel“ geplant. Ausgenommen sind im Süden die Postleitzahlen 14478 und 14480 mit den Waldstädten, dem Schlaatz, Stern, Drewitz und dem Kirchsteigfeld.

Weitere verkaufsoffene Sonntage sind anlässlich der übers Stadtgebiet verteilten Weihnachtsmärkte für den zweiten Advent am 9.  Dezember und den vierten Advent am 23.  Dezember geplant. Auch dieses Mal fehlen die Postleitzahlen 14487 und 14480. Am 5. September sollen die Stadtverordneten die „Ordnungsbehördlichen Verordnungen“ für diese Tage bestätigen.

Kritik kam im Hauptausschuss von Wolfgang Kampmeier als Vertreter des Handelsverbandes Berlin-Brandenburg. Er verwies auf die Adventszeit: „Insbesondere die Stadtteile mit der Postleitzahl 14480 haben traditionell zu dieser Zeit auch Weihnachtsmärkte, die im Kontext zu den Weihnachtsmärkten in der Innenstadt zu sehen“ seien.

Mit den geplanten Einschränkungen würden die Besucher dieser Weihnachtsmärkte „bevormundet“ und „in der Entscheidung eingeschränkt, wo sie ihre Geschenke für die Weihnachtszeit kaufen können“. Der Wettbewerb mit den Einkaufszentren in Berlin und dem Onlinehandel würde durch diese Einschränkungen „massiv verzerrt“, sagte Kampmeier: Das Einkaufen am Sonntag sei nicht mit Stress verbunden, sondern gehöre zur Weihnachtszeit genau wie der Besuch einer Kirche und trage für viele Menschen zur weihnachtlichen Stimmung bei.

Der für die Öffnungsregelungen zuständige Fachbereichsleiter für Kommunikation, Wirtschaft und Beteiligungen, Dieter Jetschmanneg, wies die Kritik zurück. Er verwies auf die Erfahrungen der vergangenen Jahre, in denen verkaufsoffene Sonntage mehrfach äußerst kurzfristig auf Antrag der Gewerkschaft Verdi abgesagt werden mussten. Zwischenzeitlich war unklar, ob es in diesem Jahr überhaupt verkaufsoffene Sonntage in Potsdam gibt. Die Verwaltung habe ihre „Aufgabe darin gesehen, eine hohe Verbindlichkeit und Planungssicherheit herzustellen“.

Eine von Hans-Jürgen Scharfenberg (Linke), Peter Schultheiß (Potsdamer Demokraten/SPD) und Saskia Hüneke (Grüne) vorgeschlagene Erweiterung der Gebiete beziehungsweise eine Vertagung der Abstimmung zu den Sonntageregelungen lehnten Jetschmanneg und Oberbürgermeister Jann Jakobs (SPD) kategorisch ab. „Wenn wir das Stern-Center vorschlagen, geht uns diese Verordnung baden“, sagte Jakobs.

Wolfhard Kirsch (Bürgerbündnis/FDP) schlug vor, für das Stern-Center eine separate Sonntagsöffnungsregelung zu veranlassen. Die Diskussion soll in der Stadtverordnetensitzung am 5. September fortgesetzt werden. Die Verwaltung dringt wegen Termindrucks auf sofortige Abstimmung.

Von Volker Oelschläger

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